Anglikaner-Primas: Shakespeare war katholisch

31. Mai 2011 in Chronik


Erzbischof Williams erinnerte daran, dass Shakespeare mit den großen menschlichen Fragen rang


London (kath.net/KAP) William Shakespeare (1564-1616) war Katholik - so die Einschätzung des anglikanischen Erzbischofs von Canterbury, Rowan Williams. Bei einer Podiumsdiskussion des internationalen Literaturfestivals im walisischen Hay-on-Wye sagte der Primas der Kirche von England laut britischen Presseberichten (Sonntag), der englische Nationaldichter sei "höchstwahrscheinlich katholisch" gewesen. Inwiefern er nach seinem Glauben gelebt habe, könne man aber nicht sagen.

"Er war bestimmt kein Heiliger", wird der Erzbischof zitiert: "Der späte Shakespeare hortete Getreide und kaufte Häuser in seiner Geburtsstadt auf. Er war in vielerlei Hinsicht kein guter Mensch." Es gehe auch nicht darum, ihn als Trophäe für die christliche Glaubensgemeinschaft zu beanspruchen, so Williams. Die meisten Menschen seien damals "Christen in irgendeiner Form" gewesen.

Man könne jedoch seine Stücke nicht verstehen, "ohne die Werte der Vergebung und Gnade zu kennen", führte der Primas aus: "Shakespeare rang mit den großen menschlichen Fragen." Es sei schwer vorstellbar, dass diese Themen ohne einen gläubigen Hintergrund Einfluss in seine Stücke gefunden hätten.

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