Piusbruderschaft prüft rechtliche Schritte gegen Volker Beck

15. September 2011 in Deutschland


Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen hatte diese als eine "hardcore-antisemitischen und antidemokratischen Sekte" bezeichnet


Stuttgart (kath.net)
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. lässt gegen gegen den GRÜNEN-Politiker Volker Beck rechtliche Schritte prüfen. Dies teilte die Bruderschaft am Donnerstag am Nachmittag mit. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion hatte am Mittwoch die Gespräche zwischen dem Vatikan und der traditionalistischen Priesterbruderschaft scharf kritisiert und dabei von einer "hardcore-antisemitischen und antidemokratischen Sekte" gesprochen.

Die Piusbruderschaft meinte am Donnerstag, dass Volker Beck einmal mehr beweise, dass "er die Reife für eine pluralistische Gesellschaft wie Deutschland" noch nicht erlangt habe. "Wer anderen Fundamentalismus vorwirft, läuft Gefahr, selber fundamentalistische Thesen zu vertreten. Das scheint bei dem überzeugten Grünen-Ideologen Beck der Fall zu sein. Ohne jede theologische Vorbildung ist seine jüngste Wortmeldung zu den Gesprächen der Priesterbruderschaft St. Pius X. mit Rom ein undifferenziertes Gemenge von Verteufelungen.", heißt es weiters.

Die Bruderschaft erklärt dann, dass man in Anbetracht des Schadens, den solche Aussagen in einer breiten Bevölkerung bewirken können, den Vorgang einer Medienrechtskanzlei zur Prüfung übergeben habe und weitere rechtliche Schritte erwäge. "Wer selber den Respekt und die Wertschätzung für die Meinung anderer Mitbürger verloren hat, dessen Demokratiefähigkeit muss geprüft werden. Das werden wir im Fall Beck unternehmen. Zudem fordern wir Volker Beck auf, die Aussagen „hardcore-antisemitisch“ und „antidemokratisch“ umgehend zu widerrufen und sich für seine Entgleisung zu entschuldigen.", heißt es abschließend.



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