Blasphemische Kunst: Bischöfe bei Protesten uneins

18. November 2011 in Aktuelles


In mehreren Städten Frankreichs gab es in den vergangenen Wochen Kundgebungen gegen blasphemische Theaterstücke, die Bischöfe selbst sind bei den Protesten gespalten, einige unterstützen sogar die Proteste der Piusbruderschaft


Paris (kath.net/KAP) In Frankreich halten die Proteste katholischer Gruppen gegen blasphemische Theaterstücke an. Unter den französischen Bischöfen gibt es allerdings keine einhellige Linie zum Umgang mit den Theaterstücken und den Protesten.

Am Mittwochabend protestierten rund 100 Menschen in Toulouse mit einer Gebetswache vor der Premiere des Theaterstücks "Golgota Picnic" des spanisch-argentinischen Autors Rodrigo Garcia, wie französische Medien am Donnerstag berichteten. Zu Zwischenfällen sei es nicht gekommen.

In mehreren anderen Städten Frankreichs gab es in den vergangenen Wochen Kundgebungen gegen blasphemische Theaterstücke. In Paris war dabei auch eine Aufführung eines Stücks gestört worden.

Erzbischof Robert Le Gall von Toulouse distanzierte sich von "Gologota Picnic". Zugleich erklärt er aber, das Gebet könne nicht als Waffe eingesetzt werden.

Am Mittwoch rief Weihbischof Pascal Wintzer (Poitiers) dazu auf, den Dialog mit den Kulturschaffenden zu intensivieren. In Paris kündigte Kardinal Andre Vingt-Trois für den Tag der Premiere von "Golgota Picnic" eine Gebetswache in der Kathedrale Notre-Dame an.

Andere französische Bischöfe hatten in Schreiben an die der lefebvrianischen Piusbruderschaft nahestehende Organisation "Civitas" ihre Unterstützung für die Mahnwachen vor den Theatern bekundet.

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