
29. Februar 2012 in Weltkirche
Kardinal George, Erzbischof von Chicago, hat traditionelle Dinner-Einladung zum Vorabend des St. Patrick's Day wegen Besuch eines Jugendcamps abgelehnt
Dublin/Chicago (kath.net/KNA) Der katholische Erzbischof von Chicago, Kardinal Francis George, hat eine Einladung zum Dinner mit dem irischen Premierminister Enda Kenny (siehe Foto) bei dessen Staatsbesuch in den USA im März ausgeschlagen. Die Veranstaltung am Vorabend des traditionellen irischen Feiertages St. Patrick's Day mit rund 1.000 Gästen ist ein Höhepunkt des Jahres in der örtlichen katholischen Gemeinde. Laut der Tageszeitung «Irish Times» war der Kardinal in den vergangenen sieben Jahren stets anwesend.
Die Tageszeitung «Chicago Sun Times» bezeichnete die Ablehnung deshalb als einen weiteren Akt eines «kalten Krieges» zwischen dem Vatikan und der irischen Regierung, der seit der Veröffentlichung von Untersuchungsberichten über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche herrsche.
Das Büro des Kardinals sagte der Zeitung, George müsse mit dem Besuch eines Jugendcamps eine bereits früher eingegangene Verpflichtung wahrnehmen. Die «Irish Times» interpretiert den Besuch dieser «weit weniger prestigeträchtigen Veranstaltung» jedoch als eine «absichtliche Brüskierung».
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