
2. Mai 2012 in Weltkirche
Das Personalordinariat zählt derzeit rund 1.300 Laienmitglieder sowie etwa 60 Priester
London (kath.net/KNA) Papst Benedikt XVI. hat umgerechnet rund 190.000 Euro an zum Katholizismus übergetretene Anglikaner in England und Wales überwiesen. Wie das katholische Personalordinariat «Our Lady of Walsingham» auf seiner Internetseite mitteilte, zählt dessen bistumsähnliche Struktur derzeit rund 1.300 Laienmitglieder sowie etwa 60 Priester.
Papst Benedikt XVI. hatte das Personalordinariat 2011 geschaffen, um anglikanischen Christen die katholische Kirchenzugehörigkeit unter Beibehaltung der anglikanischen Tradition zu ermöglichen.
Unter anderem die Entscheidung der anglikanischen Kirche, Frauen zum Bischofsamt zuzulassen, hatte zu Protesten unter Gläubigen und zu Austritten geführt. Bislang gibt es zwei Personalordinariate. Nach dem von Walsingham errichtete der Vatikan im Januar ein weiteres in den USA.
Das britische Ordinariat hatte bereits unmittelbar nach seiner Gründung um finanzielle Unterstützung gebeten. Der Leiter und frühere anglikanische Bischof Keith Newton veranschlagt die jährlichen Kosten auf mehr als eine Million Euro.
Das Ordinariat muss Seelsorge, Gotteshäuser und Klerus selbst finanzieren. Das gilt auch für die Altersvorsorge der zumeist älteren übergetretenen Geistlichen. In der anglikanischen Kirche hätten sie bis zum Alter von 70 Jahren mit ihren Familien Anspruch auf freies Wohnen sowie auf eine garantierte Pension gehabt. Diese Absicherungen bestehen nun nicht mehr.
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