
1. Mai 2013 in Deutschland
Kinder- und Jugendbuchpreis der Bischofskonferenz für Tamara Bachs "Was vom Sommer übrig ist"
Berlin (kath.net/KAP) Die deklariert agnostische Autorin Tamara Bach hat am Dienstag den Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz erhalten. Medienbischof Gebhard Fürst ehrte Bachs im Carlsen Verlag erschienenes Buch "Was vom Sommer übrig ist". Dabei hob er die "Klarheit der Sprache" sowie den "Rhythmus und Klang der Schreibweise" der Autorin hervor. Die 37-jährige Berliner Autorin beschreibt die Geschichte von zwei Mädchen, die sich gegenseitig Halt geben.
Die Jury unter Vorsitz von Bischof Robert Brahm (Trier) wählte den Titel unter 233 Werken von 70 Verlagen aus. Der mit 5.000 Euro dotierte Kinder- und Jugendbuchpreis wurde zum 24. Mal vergeben.
"Selten wurde das Motiv des Tröstens und getröstet Werdens so ergreifend erzählt", heißt es in der Begründung für die Auszeichnung. Bach lasse "die inneren Stimmen der beiden Mädchen wie zwei Melodien klingen, die ineinandergreifen und letztlich zu einer Melodie verschmelzen".
Die Preisträgerin dankte für die Auszeichnung und äußerte Freude, dass die Bischöfe die Motive "Trost" und "Getröstet-werden" eigens betont hätten. Auf ihren eigenen Bezug zum Glauben angesprochen, hatte Bach zuvor gesagt: "Ich bin Agnostikerin und darum schon vor einigen Jahren aus der Kirche ausgetreten." Sie könne sich "aber gut vorstellen, dass es das Leben oft einfacher macht, wenn man einen Glauben hat", so Bach weiter. Die Autorin war 2004 bereits mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet worden.
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