Syrien: Mehr als 5.000 Kinder im Bürgerkrieg getötet

20. Juli 2013 in Weltkirche


Die Lage in Damaskus und Aleppo ist „brandgefährlich“


Damaskus (kath.net/idea) Im syrischen Bürgerkrieg haben mehr als 5.000 Kinder das Leben verloren. Darauf macht das christliche Hilfswerk Open Doors in den USA (Santa Ana/Kalifornien) aufmerksam. Schülerinnen aus Damaskus berichten von furchterregenden Schießereien auf dem Schulweg oder bedrohlichen Flugzeugangriffen auf die Schule. Nach Schätzungen sollen insgesamt rund 100.000 Menschen im Bürgerkrieg umgekommen sein. 1,3 Millionen sind ins Ausland geflohen; etwa 4,2 Millionen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Das Hilfswerk ruft zum Gebet für die syrische Bevölkerung auf.

Christen am meisten gefährdet

Wie der deutsche Zweig mit Sitz in Kelkheim bei Frankfurt am Main mitteilt, werden Christen in Syrien unverhältnismäßig oft Opfer von Gewalt und Missbrauch. Frauen sähen sich sexuellen Übergriffen ausgesetzt; Männer würden von beiden Bürgerkriegsparteien bedrängt, in den bewaffneten Konflikt einzutreten. Christen bildeten die Glaubensgruppierung, die am häufigsten aus dem Land fliehe. Sie seien auch am meisten gefährdet. Sie würden von radikalen Muslimen entführt, in Flüchtlingslagern träfen sie auf starke Feindseligkeit, und ihre Grundstücke würden unverhältnismäßig oft konfisziert.

Die Lage in Damaskus und Aleppo sei inzwischen „brandgefährlich“. Von den 21 Millionen Einwohnern Syriens waren vor dem Bürgerkrieg 90 Prozent Muslime und 6,3 Prozent Christen, davon jeweils drei Prozent Katholiken und Orthodoxe plus kleine Gruppen von Protestanten. Die übrige Bevölkerung bestand aus Nichtreligiösen oder Anhängern anderer Religionen.


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