2. September 2013 in Chronik
Magazin Focus: Etwa hundert islamische Fanatiker aus Deutschland halten sich derzeit in Syrien auf und nehmen an Überfällen auf christliche Dörfer teil Bundesanwaltschaft prüft
München (kath.net/KNA) Islamische Fanatiker aus Deutschland sollen nach Informationen des Magazins «Focus» an der Ermordung von Christen in Syrien beteiligt sein. So sei für den Überfall auf christliche Dörfer an der syrisch-türkischen Grenze am 6. August eine radikal-islamische Miliz verantwortlich, in der auch deutsche Konvertiten und Deutsche mit Migrationshintergrund kämpften. Das Blatt beruft sich auf Informationen von zwei westlichen Nachrichtendiensten.
In einem aktuellen Propaganda-Video priesen Dschihadisten in deutscher Sprache die Vertreibung christlicher Dorfbewohner, so das Magazin. Bei der Attacke seien viele Menschen ermordet worden. Das Video zeige zudem, wie islamistische Kämpfer die Leichen gefallener syrischer Soldaten mit Tritten vor den Kopf schändeten. In Syrien halte sich derzeit eine Hundertschaft deutscher Islamisten auf.
Ein Mitarbeiter des Bundeskriminalamts sagte dem Magazin, die Mittäterschaft von Deutschen an sogenannten ethnischen Säuberungen in Syrien sei ein «schier unerträglicher Zustand». Der Sprecher der Bundesanwaltschaft erläuterte, die Anklagebehörde befasse sich mit Syrien und prüfe, ob Deutsche Mitglied in einer ausländischen terroristischen Vereinigung seien.
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