26. September 2013 in Aktuelles
Franziskus-Perle des Tages: Man kann Jesus nicht kennen, ohne Probleme zu haben. Wenn du ein Problem haben willst, dann begib dich auf den Weg der Erkenntnis Jesu. Jesus kann man nicht in der ersten Klasse kennenlernen. Von Armin Schwibach
Rom (kath.net/as) Nur wenn man sich völlig auf Jesus einlässt, ist es möglich, ihn zu kennen. Jesus kann man nicht in der ersten Klasse kennenlernen, sondern im alltäglichen Leben. Drei Sprachen sind hierzu notwendig: die Sprache des Geistes, des Herzens und des Handelns. Dies unterstrich Papst Franziskus in seiner heutigen Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses Domus Sanctae Marthae.
Wer ist dann dieser Mann? Der Papst ging von der Frage aus, die sich Herodes im Evangelium vom Tag (Lk 9,7-9) über Jesus stellt. Diese Frage stellten sich in Wirklichkeit alle, die Jesus begegneten. Sie könne aus Neugier gestellt werden oder um sicher zu gehen. Lese man das Evangelium, so sehe man einige, die beginnen, Angst vor diesem Mann zu haben, weil er sie zu einem politischen Konflikt mit den Römern bringen könnte. Wer also ist der, der uns so viele Probleme macht?, sei die Frage. Denn: Jesus macht Probleme.
Man kann Jesus nicht kennen, ohne Probleme zu haben, so der Papst. Und ich wage es zu sagen: Wenn du ein Problem haben willst, dann begib dich auf den Weg der Erkenntnis Jesu. Nicht EIN Problem wirst du haben, sondern viele! Das aber ist der Weg, um Jesus zu kennen! Man kann Jesus nicht in der ersten Klasse kennen! Jesus kennt man, wenn man im Alltag geht. Man kann Jesus nicht in der Ruhe kennen, und ebenso wenig in der Bibliothek... Jesus kennen!.
Gewiss sei es möglich, Jesus im Katechismus zu kennen, da der Katechismus viele Dinge über Jesus lehre. Daher ist es für Franziskus notwendig, den Katechismus zu studieren und ihn zu lernen. Auf diese Weise erkennen wir den Sohn Gottes, der gekommen ist, um uns zu retten. Wir verstehen die ganze Schönheit der Heilsgeschichte, der Liebe des Vaters, wenn wir den Katechismus studieren. Und dennoch, fragte sich der Papst: Wie viele haben den Katechismus der Katholischen Kirche seit seiner Veröffentlichung vor zwanzig Jahren gelesen?:
Ja, man muss Jesus im Katechismus kennen. Doch es reicht nicht, ihn mit dem Geist zu kennen: das ist ein Schritt. Es ist notwendig, Jesus im Dialog mit ihm zu kennen, indem man mit ihm im Gebet, auf Knien spricht. Wenn du nicht betest, wenn du nicht mit Jesus sprichst, dann kennst du ihn nicht. Du weißt Sachen über ihn, aber du gehst nicht mit jener Erkenntnis, die dir das Herz im Gebet schenkt. Jesus mit dem Geist kennen, das Studium des Katechismus. Jesus mit dem Herzen kennen, im Gebet, im Gespräch mit ihm. Das hilft uns einigermaßen, aber es reicht nicht... Es ist da ein dritter Weg, um Jesus zu kennen: die Nachfolge. Mit ihm gehen, mit ihm unterwegs sein.
Für den Papst ist es notwendig, auf den Straßen Jesu zu gehen, Jesus mit der Sprache des Handelns zu kennen. So könne man Jesus mit diesen drei Sprachen des Geistes, des Herzens und des Handelns wirklich kennen. Wenn der Mensch also Jesus auf diese Weise kenne, so lasse er sich von ihm einnehmen.
Es ist unmöglich, so Franziskus abschließend, Jesus zu kennen, ohne sich auf ihn einzulassen, ohne sein Leben auf ihn zu setzen. Wenn sich viele Menschen auch wir die Fragen stellen: Wer ist dieser Mann?, antwortet uns das Wort Gottes: Du willst wissen, wer das ist? Lies das, was die Kirche von ihm sagt, sprich mit ihm im Gebet und gehen mit ihm auf seinen Straßen. So wirst du diesen Mann kennen. Das ist der Weg! Jeder muss seine Entscheidung treffen!
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