
27. November 2013 in Spirituelles
Fristlose Kündigung der alten Mieter - Wir sind es gewohnt, dass man UNS ständig fragt: "Was erwarten Sie sich von der Kirche, von dieser Adventszeit, doch in diesem Advent wollen wir auch einmal anders fragen Von Michaela Voss
Linz (kath.net/Glauben-vertiefen.de) Der Advent im Anschluss an das Jahr des Glaubens will in besonderer Weise eine heilige Zeit der Erwartung, der Vorfreude, der Hoffnung werden.
"Advent" bedeutet (lt. Wikipedia): Ankunft, Anwesenheit, Besuch eines hohen Würdenträgers - z.B. Kaiser oder Könige oder konnte auch die Ankunft Gottes im Tempel ausdrücken.
In den kommenden Wochen dürfen wir uns ganz neu auf Gott hin ausrichten, uns mit MARIA und Josef, mit den Hirten und Königen, mit den Heiligen Engeln ... auf den Weg machen.
ZEIT DER ERWARTUNG: Man erwartet oft etwas von anderen, aber immer wieder auch von sich selbst. Wir betrachten die Dinge jedoch meistens allein aus unserer Bedürfnis-Perspektive, so als wären wir allein das Maß aller Dinge und ihr Ziel.
Wir sind es gewohnt, dass man UNS ständig fragt:
- "Was erwarten Sie sich von der Kirche, von dieser Adventszeit, von dieser oder jener Veranstaltung ...?"
- "Was erwarten Sie für sich und die Gesellschaft, ...?"
- "Worauf warten Sie, was wünschen Sie sich, was wünschen sich die Kinder, die Anderen, ...?"
Doch in diesem Advent - in dieser Zeit der Erwartung - könnten wir auch einmal ganz anders fragen:
- GOTT - DU wartest auf mich?
- Was erwartest DU, mein HERR?
- Wo wartest DU auf mich? (Wie oft wartet der HERR auf uns, dass wir z.B. eine Zeit in der stillen, liebenden Anbetung vor den Tabernakel verbringen, wo der HERR in der Hl. Eucharistie IMMER wartet)
- GOTT - DU willst zu mir kommen und wartest darauf, dass ich DICH einlasse?
Die "Herbergssuche" ist nicht eine rein historische Geschichte, sondern jeden Augenblick neu aktuell!
GOTT SUCHT WOHNUNG IN UNS!
Doch wir haben oft schon so viele "Gäste" und "Untermieter" einquartiert, dass wie damals gar kein Platz mehr für den HERRN da ist. Darunter sind dann auch wohl manche dunkle Gestalten, die unser Lebenshaus verschmutzen, zerstören, die "randalieren", ... und den inneren Hausfrieden der Seele ständig brechen.
Im Buch der Weisheit lesen wir: In eine Seele, die auf Böses sinnt, kehrt die Weisheit nicht ein, noch wohnt sie in einem Leib, der sich der Sünde hingibt. (Weish 1,4)
Eigentlich wollen wir diese Hausgenossen der Sünde gar nicht in unserem Leben und der heilige Advent bietet eine wunderbare Gelegenheit der Umkehr und Vorbereitung auf Gottes Kommen.
Paulus beschreibt diesen inneren Kampf um das Wohnrecht so:
Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, .... Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, dann bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde.
Ich unglücklicher Mensch! Wer wird mich aus diesem dem Tod verfallenen Leib erretten? Dank sei Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! (vgl. Röm 7,19-20.24-25a)
Wie wäre es also, wenn wir der Sünde und dem Bösen in unserem Leben fristlos kündigen - in einer guten hl. Beichte im Advent - damit wir das Herz schön herrichten können, unser Lebenshaus renovieren, erneuern lassen, ... damit der HERR Raum findet - einen wirklich würdigen Raum, der durch die Gnade schön ist.
Wir dekorieren jetzt bald wieder unsere Häuser, die Fenster, die Straßen, die Geschäfte, ... Überall sind unzählige Lichter zu sehen und Glanz von Gold und Zierde.
Nur unser Herz - das ähnelt oft wahrhaft einem armen Stall ... aber das schreckt den HERRN nicht ab! Dennoch schadet es nicht, die Armut wenigstens sauber zu halten, zu reinigen ...
Wir dürfen arm sein, wie ein Stall, aber niemand verpflichtet uns, dass wir auch so "stinken" und den "Mist" nicht fortschaffen dürften - im Gegenteil! :)
Wir könnten in diesem Advent - in dieser Zeit des heiligen ER-warten fragen:
GOTT - DU wartest auf mein Hören, auf mein Schauen, auf mein Stammeln.
GOTT - DU wartest auf mein Herz, auf meine Aufmerksamkeit, auf meine Zeit.
GOTT - DU wartest auf meine Erlaubnis ... um mich beschenken zu können, um mich in Dienst nehmen zu können, um mich zu rufen und zu senden, ...
GOTT - DU wartest darauf, dass ich DIR erlaube, meine Sündenwunden (und die Wunden, die meine Sünde anderen zugefügt haben) anzusehen und sie von DIR im Sakrament der Buße heilen zu lassen, den Raum meines Herzens zu reinigen, damit er würdig ist, DICH zu empfangen ...
GOTT - DU wartest darauf, dass ich DIR meine Schwäche bringe, damit DU meine Kraft werden darfst.
DU, mein GOTT, wartest darauf, dass ich DICH frage, was DU erwartest ...!
Advent - eine Zeit der nahen Erwartung!
Advent - nicht nur unser Wartens auf GOTTES Offenbarwerden und Kommen - sondern vor allem auch ein sehnsüchtiges Warten GOTTES auf uns und unsere Liebe, die IHN aufnimmt.
GOTT wartet auf Dich und auf mich!
Es ist eine kostbare Zeit, wachsam zu werden und IHN nicht länger warten zu lassen!
ADVENT-GEDANKEN:
GOTT erwartet - uns
GOTT wird erwartet - von uns
Alle Welt - erwartet GOTT
ER wartet - auf uns - in der Welt
ER wartet - uns auf - mit Gnade
Wir warten - auf IHN - voller Sehnsucht
Es wartet auf uns - DER ewig ERWARTETE - Retter und HERR
KOMM HERR JESUS! KOMM eile - wir warten auf DICH!
ER, der ERWARTETE von Ewigkeit
will uns segnen - erwartet es kaum
dass wir IHM öffnen - mit bereitem Herzen.
Advent aus der anderen Perspektive!
Advent - Erwartung - von oben
Advent - Erwartung - von unten
Advent - Heiliger Advent!
Möge das Warten GOTTES immer mehr Antwort in uns finden,
so dass wir lernen, SEINE Erwartung in unserem Leben zu erfüllen
und IHM dienen - DER all unsere Erwartungen immer übertreffen wird.
© Michaela Voss
Einen gesegneten Ersten Advent und herzliche Einladung zu SCHOKOLADE FÜR DIE SEELE - unserem beliebten Bibel-Gebete-Adventskalender!
Er will die Zeit der Erwartung auf den Erlöser mit dem Wort der Heiligen Schrift wie mit einem hell leuchtenden Stern begleiten. Was könnte uns sonst besser auf Weihnachten vorbereiten, wenn nicht das WORT GOTTES! Wo wir täglich das WORT GOTTES betrachten, werden wir auch leicht den HERRN erkennen - das EWIGE WORT, das Fleisch angenommen hat damit der Mensch wieder göttliches Erbe empfangen kann.
GOTTES Segen in diesen Wochen der Erwartung wünscht
Michaela Voss
Michaela Voss führt den Blog: Glauben-vertiefen.de - denn es geht weiter nach dem Jahr des Glaubens. Dort findet man auch zum Online-Advendskalender "Schokolade für die Seele".
Titelbild des Adventskalenders "Schokolade für die Seele" von Michaela Voss:
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Foto (c) Michaela Voss/Verlag Agnus Dei
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