
23. Dezember 2013 in Österreich
Andrä Rupprechter, der neue österreichische Agrarminister, bekennt sich zu seinem katholischen Background: Das Gebet gibt mir die stabile Mitte in meinem Leben und die Wertausrichtung.
Wien (kath.net)
Andrä Rupprechter, der neue österreichische Agrarminister, hat sich in einem neuen Interview erneut mit starken christlichen Aussagen, für mediale Aufsehen gesorgt. In einem Interview mit dem "Kurier" lässt er bei der Frage, welchen Stellenwert hat Religion in seinem Leben habe, Klartext sprechen: "Ich bete jeden Tag. Am Donnerstag in der Früh war ich beispielsweise in der Basilika in Absam für eine 20-minütige Einkehr. Das war mir sehr wichtig, weil ich hier schon als Kind wallfahren war. Das Gebet gibt mir die stabile Mitte in meinem Leben und die Wertausrichtung. Und ich kann Ihnen versichern, dass ich sehr wohl zwischen Kirche und Staat trennen kann." Weihnachten feiere im Kreise seiner Familie. "Da gehört alles dazu: von mit dem Weihrauch durch das Haus gehen bis zum Rosenkranzbeten. Am Abend stehen nicht so sehr die Geschenke im Mittelpunkt, sondern eher das Zusammensein mit der Familie und die Besinnung auf den eigentlichen Kern dieses Festes."
Bei der Frage, wie seine zweite Heirat mit seiner christlichen Gesinnung zusammenpasse, meint Rupprechter: "Das geht sehr gut zusammen. Denn in erster Ehe war ich nur standesamtlich verheiratet. Vor zehn Jahren haben wir uns einvernehmlich scheiden lassen und mit meinen beiden Töchtern aus erster Ehe habe ich ein sehr gutes und enges Verhältnis. Meine zweite Frau habe ich erst nach der Scheidung kennen- und lieben gelernt, und wir haben 2009 in Alpbach kirchlich geheiratet. Und allen, die da Bedenken haben, dass irgendetwas nicht ganz koscher ist, denen kann ich versichern, dass wir bei uns in Tirol so katholisch wie selten wo sind. Sonst hätte uns nicht der Rektor der Anima in Rom getraut. Keine Sorge, das ist eine gute katholische Ehe, die wir führen."
Der neue Agrarminister bekannte auch, dass er zur Beichte gehe. "Zumindest ein Mal im Jahr und das vor Weihnachten. Den neuen Papst schätze er sehr. Er sei "der richtige Mann zur richtigen Zeit". Wörtlich meine Rupprechter zu Franziskus: "Und wenn sie seine jüngsten Äußerungen zum Marxismus und zum Sozialismus im Zusammenhang mit der christlichen Soziallehre anschauen, dann können wir wahrscheinlich sehr bald eine neue päpstliche Enzyklika erwarten. Und ich bin überzeugt, dass noch einige Überraschungen kommen werden. In der Enzyklika Quadragesimo anno (lateinisch für im vierzigsten Jahr) von Papst Pius XI. werden alle Formen von Sozialismus abgelehnt. Das stört mich, weil ich viele Sozialdemokraten kenne, die eine sehr starke christliche Verwurzelung haben auch in unserer Regierung. Wenn es hier zu einer Öffnung kommt, wäre es längst an der Zeit, und das würde ich sehr begrüßen."
Foto: (c) ÖVP/Glaser
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