Pfarrbesuch: Papst traf 'Sans papiers' und Flüchtlinge

20. Jänner 2014 in Aktuelles


Franziskus fuhr im alten Ford Focus in die "Refugee-Pfarre" beim Hauptbahnhof - Vor der Messe nahm Franziskus fünf Personen die Beichte ab, darunter mehreren Ausländern


Rom (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat am Sonntag, gleichzeitig kirchlicher Welttag der Flüchtlinge und Migranten, der "Refugee-Pfarre" beim Hauptbahnhof Roma-Termini einen Besuch abgestattet. Bei seinem vierten Pfarrbesuch in Rom traf er mit verschiedenen Gruppen zusammen, die in der Gemeinde in dem Problemviertel in Bahnhofsnähe tätig sind oder hier betreut werden.

Zunächst begegnete der Papst - hinter verschlossenen Türen - 60 Dokumentenlosen ("Sans-papiers"), die auf der Straße leben. Danach traf er 100 Flüchtlinge. Später begrüßte der Papst auch junge Familien, Jugendliche sowie Kranke.

Die Pfarre Sacro Cuore di Gesu a Castro Pretorio liegt direkt am römischen Hauptbahnhof Termini und wird von Ordensleuten der Salesianer geleitet. Bei seiner Messe rief Franziskus, der im alten Ford Focus hinchauffiert wurde, die Gläubigen zum Vertrauen in Gott auf, der die Menschen auch in schwierigen Situationen nie enttäusche oder im Stich lasse. Vor der Messe nahm Franziskus fünf Personen die Beichte ab, darunter mehreren Ausländern.

Trotz strömenden Regens hatten sich mehrere Tausend Menschen vor dem Gotteshaus eingefunden, um den Papst zu begrüßen. Vor seiner Rückkehr in den Vatikan traf Franziskus auch mit den Salesianern zusammentreffen, die die vom Ordensgründer Don Giovanni Bosco vor mehr als 100 Jahren gegründete Kirche und Gemeinde neben dem Bahnhof leiten, und die hier ihre zentrale römische Niederlassung haben.

Video der Messe (englischer Kommentar)


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