
12. März 2003 in Deutschland
Der Pastoraltheologe habe "ohne jegliche Absprache mit dem Bischof eine Umfrage über den Stand der Umsetzung des Pastoralplanes durchgeführt", kritisiert die bischöfliche Pressestelle
Passau (www.kath.net)
Kritik an den Untersuchungen des Wiener Pastoraltheologen Paul Michael Zulehner über dieBeurteilung des Passauer Pastoralplanes durch vatikanische Dienststellen und den Briefwechsel zwischen Rom und dem damaligen Bischof, Franz Xaver Eder, übte der Leiter der bischöflichen Pressestelle des Bistums Passau, Wolfgang Duschl, in einer Aussendung. Zulehner habe "ohne jegliche Absprache mit dem Bischof eine Umfrage über den Stand der Umsetzung des Pastoralplanes durchgeführt", kritisiert Duschl. Dies sei eine "sehr befremdende Aktion, die den Eindruck erweckt hat, dass sie sich gegen den neuen Bischof wendet". Es gehe "um die ureigenste Verantwortung des Bischofs für die Diözese".
Die Studie erscheine "wissenschaftlich problematisch und kirchenpolitisch kontraproduktiv", heißt es wörtlich. "Solche ungefragten Interventionen von außen sind nicht hilfreich. Die Aussage von Professor Zulehner, der Bischof vollziehe eine römische Weisung zur Beendigung des Pastoralplanes, kann sich nur auf ein Gerücht stützen und entbehrt jeder Grundlage. Sie kann nur als unzulässige Einflussnahme von außen gewertet werden." Das Bistum Passau habe die Umsetzung des Pastoralplanes "selbstverständlich fortgeführt", betont Duschl. Diözesanbischof Wilhelm Schraml habe sich die Grundintentionen der Pastoralen Entwicklung im Bistum Passau (PEP) zu Eigen gemacht, entsprechende Projekte umgesetzt und neue Projektgruppen beauftragt.
Das Bistum Passau müsse aufgrund der problematischen finanziellen Situation alle Einrichtungen, Seelsorgsbereiche und Dienste neu bewerten; die Frage nach personellen und finanziellen Ressourcen sei auch Thema bei der Erarbeitung des Pastoralplanes gewesen. Derzeit prüfe die Diözese mit der Unternehmensberatung McKinsey & Co. die konkreten Zahlen und Daten. Am Ende stehe ein Gesamtkonzept, "das auf solider wirtschaftlicher Basis die pastorale undkaritative Handlungsfähigkeit der Diözese mittel- und langfristig sicherstellt", so Duschl: "Das ist verantwortungsvolle pastorale Erneuerung im Bistum Passau."
Foto: Bischof Wilhelm Schraml / (c)Bistum Passau
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