
13. März 2003 in Aktuelles
Erstmals seit 1973 wird auf Bundesebene ein Gesetz beschlossen, das Abtreibung einschränkt - George W. Bush kündigt Unterzeichnung des Gesetzes an - Sprecherin der katholischen Kirche spricht von "historischem Votum"
Washington D. C. (www.kath.net)
Die USA wird die sogenannte Teilgeburtsabtreibung verbieten. Was die Partei von US-Präsident George W. Bush bereits ankündigte, wurde nun umgesetzt. Am Donnerstag billigte der Senat mit 64 zu 33 Stimmen einen Gesetzesentwurf, der die Spätabtreibung untersagt. Die noch ausständige Zustimmung im Repräsentantenhaus gilt als sicher. Damit konnte erstmals nach sieben Jahren dieses Gesetz im Senat durchgesetzt werden. Der frühere US-Präsident Clinton hatte in seiner Amtsperiode stets sein Veto gegen entsprechende Gesetzesentwürfe eingelegt. George W. Bush hatte bereits im Jänner angekündigt, ein diesbezügliches Gesetz zu unterstützen. Wörtlich sprach Bush von einem "wichtigen Schritt in Richtung einer Kultur des Leben in Amerika".
Cathleen Cleaver, die Pro-Life-Sprecherin der US-Bischofskonferenz, zeigte sich höchst erfreut über das Votum und sprach davon, dass zum ersten Mal seit dem Gerichtsurteil "Roe v. Wade" im Jahre 1973, mit dem in den USA die Abtreibung legalisiert wurde, auf Bundesebene Abtreibung eingeschränkt werde. Sie sprach von einem "historischen Votum" und von einem großen Sieg für Frauen und Kinder. Wörtlich meinte sie: "Die Abschaffung der Teilgeburtsabtreibung war eine der wichtigsten Prioritäten der US-Bischöfe der letzten Jahre."
Bei einer Teilgeburtsabtreibung, die im letzten Trimester der Schwangerschaft bei zumeist bereits lebensfähigen Kindern zur Anwendung kommt, werden die Wehen durch ein Hormon ausgelöst und das Kind bis auf denKopf zur Welt gebracht. Durch einen Stich in den Hinterkopf und Absaugen der Gehirnmasse wird das Kind getötet.
Forum: USA verbietet Spätabtreibung
© 2003 www.kath.net