
26. März 2003 in Chronik
Neuste Erkenntnisse aus der Forschung am Grabtuch von Turin weisen auf eine doppelte Dornenkrone hin.
USA (www.kath.net, RNS) Sollte Christus eine doppelte Dornenkrone getragen haben? Jüngste Untersuchungen des Forscherehepaares Alan und Mary W. Whanger am Turiner Grabtuch kommen zu diesem Ergebnis. Bereits im Jahr 1987 hatten die Forscher die Spuren einer Dornenkrone auf dem Grabtuch von Turin gefunden. Diese hatte die seltsame Form einer Haube, in die Dornen und Disteln gesteckt waren und die damit den liturgischen Kopfbedeckungen der jüdischen Hohenpriester ähnelte. Jetzt erstaunen die Whangers die Öffentlichkeit mit der Entdeckung von Spuren einer weiteren Dornenkrone, in Form eines Reifens. Diese ähnelt sehr der Dornenkrone aus der Pariser Kathedrale Notre Dame, die die originale Dornenkrone Christi sein soll.
Historisch gesehen gibt es keinen zweiten Fall in der Geschichte, in dem von einer Dornenkrone im Zuge einer Hinrichtung berichtet wird. Auch die pflanzlichen Rückstände auf dem Turiner Grabtuch weisen - neben vielen eindeutig nur inder damaligen Zeit und der Gegend um Jerusalem vorkommenden Pflanzen - auch Dornen und Disteln auf. Dieses Faktum gilt als weiterer Beweis der Geschichte einer Dornenkrone und weist damit auf die Authentizität des Grabtuches hin. Nach Aussagen von Prof. Whanger können die bisher unerklärlichen Wundmale am Kopf und Nacken Christi nur durch diese doppelte Dornenkrönung verständlich sein. Offensichtlich haben die römischen Soldaten Jesus nicht nur als König,mit einer Krone ähnlich jener der römischen Kaiser verhöhnt, sondern auch als Hohepriester der Juden.
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