Papst weist auf Paradoxon hin: Bibel ja, Moral nein

29. April 2003 in Aktuelles


Die Vollversammlung der Päpstlichen Bibelkommission steht unter dem Motto "Bibel und Moral".


Vatikan (www.kath.net / VIS) Bibel ja, Moral nein. Auf dieses Paradoxon der zeitgenössischen Gesellschaft wies Papst Johannes Paul II. am Dienstag beim Empfang für die Mitglieder der Päpstlichen Bibelkommission hin, die heuer ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Die Menschen heute seien enttäuscht über "so viele nicht zufriedenstellende Antworten auf die grundlegenden Fragen des Lebens". Sie öffneten sich gegenüber der Transzendenz, die sich in der Bibel zeige. Gleichzeitig würden sie immer intoleranter, wenn man sie auffordere, sich in Harmonie mit jenen Werten zu verhalten, welche die Kirche als in der Bibel grundgelegt erkannt habe. "Eine Antwort auf diese Situation kann im sorgfältigen Hören auf das Wort Gottes gefunden werden, das seinen deutlichsten Ausdruck in der Lehre Christi gefunden hat", betonte der Papst.

Die Bibelkommission wurde 1902 von Papst Leo XIII. gegründet. Seit 1971 ist sie mit der Glaubenskongregation verbunden, deren Präfekt, Kardinal Joseph Ratzinger, bei der jährlichen Vollversammlung über kirchliches Lehramt und Exegese in den letzten 100 Jahren sprechen wird. Das Motto der Vollversammlung lautet "Bibel und Moral".


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