
13. Mai 2003 in Weltkirche
Ungewöhnlicher Vorschlag des ehemaligen Primas der Anglikaner
Rom (kath.net/Zenit.org)
Der ehemalige anglikanische Primas Erzbischof George Carey hat am Samstag vorgeschlagen, dass der Heilige Vater in regelmäßigen Abständen Kirchenführer anderer Konfessionen in einer Art ad limina-Besuch empfängt, wie das unter den katholischen Bischöfen alle fünf Jahre der Fall ist.
Dies sagte er bei der Abschlussveranstaltung des Seminars der Päpstlichen Lateran-Universität "Johannes Paul II.: 25 Jahre Pontifikat, die Kirche im Dienst des Menschen"
Dr. Carey sagte in seiner Ansprache: "Der Wert der ad limina- Besuche, die der Papst alle fünf Jahre mit seinen bischöflichen Amtsbrüdern aus aller Welt pflegt, ist für mich sehr überzeugend".
Daher fragte sich der anglikanische Bischof, ob sich der Papst vielleicht vorstellen könne, hin und wieder auch für Kirchenoberhäupter anderer Bekenntnisse einen solchen informellen Konsultationsbesuch einzurichten?".
Carey zufolge muss sich die Ökumene in Zukunft auf zwei Kriterien stützen: "die Demut des Kreuzes" und "die Großzügigkeit", um so ein gemeinsames Zeugnis unter Christen zu Gunsten der Frohbotschaft abzulegen.
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