
26. Oktober 2015 in Weltkirche
Der Arzt, katholische Theologe und Buchautor Manfred Lütz hat die Weltbischofssynode in Rom als Erfolg gewertet.
Köln (kath.net/KNA) Der Arzt, katholische Theologe und Buchautor Manfred Lütz hat die Weltbischofssynode in Rom als Erfolg gewertet. Die Bischofsversammlung habe eine gute Streitkultur entwickelt, ohne dabei auseinanderzubrechen, sagte er am Montag im Deutschlandfunk. Für die katholische Weltkirche, die 1,2 Milliarden Mitglieder in ganz unterschiedlichen Kulturen umfasse, sei das eine große Leistung und ein hoffnungsvolles Zeichen. Es komme darauf an, dass die Kirche ihre Grundsätze wahre und etwa an der Gültigkeit eines Eheversprechens festhalte, gleichzeitig aber Einzelfällen gerecht werde.
Lütz, der Mitglied im Päpstlichen Laienrat ist, bejahte die Frage, ob die Synode mit ihrem Abschlussdokument dem Papst einen Freibrief zu weiteren Entscheidungen gegeben habe. «Dem Papst sein keine Türen zugemacht worden», sagte der Theologe. «Es hat auch keine Revolte gegen ihn gegeben.» Jetzt müsse Franziskus das Abschlusspapier so umsetzen, dass ein Gefühl des Aufbruchs entstehen könne.
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