
15. September 2003 in Chronik
"Ich kann nicht mehr weiter", sagte Giulia Mongelli Tofani zur Mutter Gottes. Da hörte sie eine Stimme, die sagte "Geh!" Die Geschichte einer wunderbaren Heilung.
Lourdes (www.kath.net) Eine 60-jährige Italienerin ist letzte Woche in Lourdes geheilt worden. Die Frau war fast am ganzen Körper gelähmt. "Unsere Liebe Frau von Lourdes hat mich geheilt", ist Giulia Mongelli Tofani überzeugt. "Ich kann auf und ab gehen, Stufen hinaufklettern, ich gehe hinauf und hinunter und brauche keine Pause", sagte sie. Ein Wunder sei passiert, meinte auch der römische Generalvikar, Kardinal Camillo Ruini, der die Gruppe der Lourdes-Pilger angeführt hatte. Er dankte am letzten Abend des Aufenthalts Gott für das "Geschenk", das Giulia empfangen durfte.
Die Italienerin führte 35 Jahre lang eine Bar, ehe sie vor einigen Jahren nach einer Virusinfektion schwere Lähmungserscheinungen am ganzen Körper davontrug. Ihr Zustand verschlechterte sich dermaßen, dass sie vor zwei Jahren auf der Intensivstation einer römischen Klinik landete. Bis zur Vorwoche hatte es keinerlei Anzeichen für eine Verbesserung gegeben, ehe die wunderbare Heilung passierte. Eines Abends sei sie an der Lourdes-Grotte gesessen, sie hätte aufgrund ihrer Krankheit nicht einmal eine Kerze in ihrer Hand halten können, berichtete die Frau nach ihrer Rückkehr. Sie habe für ihren schwer kranken Ehemann gebetet und habe sich sehr einsam gefühlt. "Ich kann nicht mehr weiter", habe sie zur Mutter Gottes gesagt.
Da sei es passiert. Plötzlich habe sie sich von einer Last befreit gefühlt, und eine innere Stimme habe zu ihr gesagt: "Geh! Geh!" Sie sei aufgestanden und ein paar Schritte gegangen, habe ihre Freunde geholt und gesagt "Ich kann gehen!". Im medizinischen Büro von Lourdes wurde Giulia Mongelli Tofani drei Stunden lang genauestens befragt und untersucht. Ihr Fall wird geprüft. Millionen von Pilgern haben den Marienwallfahrtsort in den letzten 145 Jahren aufgesucht, rund 7000 Fälle einer erfolgten Heilung sind genau untersucht worden, nur 66 davon hat die Kirche offiziell als Wunder anerkannt.
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