18. Juli 2017 in Jugend
Ein ergreifendes Bild, wenn so viele Priester in der Kirche am Werk sind, wenn das Allerheiligste angebetet wird und die Musik über die ganze Szenerie einen sanften Schleier des Lobpreises breitet. Bericht zum Jugendtreffen von Pfr. Roger Ibounigg
Pöllau (kath.net) Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, war das Motto des heurigen 26. Jugendtreffens im oststeirischen Pöllau. Jedes Jahr wählt der Heilige Vater für den Weltjugendtag ein Wort der Schrift aus. Diesmal ist es ein Satz aus dem Lobgesang der Gottesmutter, dem Magnificat. Auch wir können nach dieser Woche mit 500 Jugendlichen von ganzem Herzen in dieses Lied einstimmen. Das große Versammlungszelt im Park neben der Kirche ist ein Ort intensiver Glaubenskatechese und des feurigen Lobpreises des Musikteams unter der Leitung des Priesters Andreas Schätzle. Da wir heuer das Hundertjahrjubiläum der Erscheinungen der Muttergottes in Fatima begehen, hatte das Treffen einen stark marianischen Akzent. Die Botschaft der Muttergottes von Gebet, Sühne, Opfer und Hingabe ist eine herausfordernde Einladung des Himmels. Jeden Tag ist die Heiligen Messe in der großen Kirche in Pöllau der Höhepunkt.
Es ist ein wunderbares buntes Bild von Kirche mit jugendlichem Antlitz. Mitten unter den jungen Leuten finden sich Priester und Ordensleute von verschiedenen Gemeinschaften.
Bunt sind auch die Rosenkränze, die schon ein Markenzeichen des Treffens geworden sind. Mit diesen Rosenkränzen wallfahrten die Jugendlichen am Samstag auf den Pöllauberg zur herrlichen gotischen Wallfahrtskirche. Die Steigung ist umso leichter zu bewältigen, wenn die Steine aus den Herzen geräumt sind. Am Vortag hatten alle gebeichtet.
Es ist ein ergreifendes Bild, wenn so viele Priester in der Kirche am Werk sind, wenn das Allerheiligste angebetet wird und die Musik über die ganze Szenerie einen sanften Schleier des Lobpreises breitet.
An jeden Tag besteht die Möglichkeit zur Anbetung, da es im Park ein eigenes Anbetungszelt gibt, das zwischendurch zum Innehalten in Gottes Gegenwart einlädt. Wie viel ereignet sich auch in den vielfältigen Begegnungen bei den Mahlzeiten, die unter freiem Himmel im Park eingenommen werden. Auf diese Weise wird ein geistliches Netz der Freundschaft geknüpft.
Für viele war Pöllau seit dem Jahr 1992 ein Mosaikstein für den geistlichen Weg. So manche geistliche Berufung wurde in Pöllau verstärkt und gefördert. Eine besondere Frucht ist die herrliche Blüte des Familientreffens das 2003 aus dem Jugendtreffen herausgewachsen ist. Über 1000 Personen sind es, die in der darauf folgenden Woche den Schlosspark bevölkern. Darunter sind einige Eltern, die damals noch selber als Jugendliche nach Pöllau gekommen sind.
Eines steht trotz Anstrengung und Müdigkeit fest: Es wird auch Pöllau 2018 geben.
Jugendtreffen Pöllau 2017 - Trailer
Foto (c) Jugendtreffen Pöllau
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