13. November 2003 in Aktuelles
Werner Thissen: Flucht in die Fantasiewelten der Literatur ist "Stärkung für den Alltag und Lernspiel für die Wirklichkeit". Kinder sollten bei der Lektüre begleitet werden.
Hamburg (www.kath.net) Harry Potter scheidet die Geister. Warnende Worte kamen jüngst von der bayerischen Familienministerin "Wenn diese dicken, spannenden Bücher dazu beitragen, dass die Leser lernen,wie wichtig Entscheidungen sind und dass ein Ringen um Entscheidungen Kraftkostet und in den Ergebnissen Freude und Bereicherung bringen kann, dannkann ich dies nur befürworten." Thissen ist der Meinung, die in den Bücherngeschilderten Zauberrituale dürften nicht überbewertet werden. "Es geht inden Büchern nicht um Religion", betonte der Erzbischof. "Es geht um die Auseinandersetzung zwischen zwei Machtblöcken einer fiktivenZauberwelt, und der Protagonist Harry steht durch seine Herkunft zwischendiesen Blöcken." Die Flucht in die Fantasiewelten der Literatur könne eineArt Erholungsreise sein, "eine Stärkung für den Alltag und Lernspiel für dieWirklichkeit", sagte Thissen. Kinder und Jugendliche müssen jedoch bei derLektüre von Harry Potter begleitet werden, empfiehlt der Erzbischof. © 2003 www.kath.net