Kirchen starten Aktion 'Rettet den Advent'

16. November 2003 in Deutschland


Gegen die vorzeitige "Adventsstimmung" im Geschäftsleben wehrt sich die Evangelische Kirche in Deutschland.


Berlin / Hannover (www.kath.net / idea) Gegen eine vorgezogene Adventszeit wehrt sich die Evangelische Kirche in Deutschland. VerfrühteWeihnachtsstimmung, etwa durch Dekorationen und Adventsmusik in den Einkaufszonen, verderbe die Vorfreude auf das Fest der Geburt Jesu. DieAktion "Alles hat seine Zeit. Advent ist im Dezember" wird von den evangelischen Landeskirchen Hannovers, Bayern, Schaumburg-Lippe, Württemberg und Baden durchgeführt; beteiligt sind auch die katholischen Bistümer in Baden-Württemberg.

In Berlin und Brandenburg haben die evangelische und die katholische Kirche mit zwei Einzelhandelsverbänden die Aktion "Rettet denAdvent" gestartet. Wie der berlin-brandenburgische Bischof und EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber am 12. November vor der Synode in Erkner bei Berlin erläuterte, führe der "Sog kommerzieller Interessen" dazu, dass die Adventszeit im Geschäftsleben immer früher beginne. Man dürfe aber die Vorfreude auf Weihnachten nicht vom Klingeln der Kassen ersticken lassen. Der Grund der Weihnachtsfreude bestehe darin, "dass Gott Mensch wird und dass die Zusage seines Friedens uns Menschen erreicht".

Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann, die die Aktion "Advent ist im Dezember" imJahr 2001 gestartet hat, betont, der kirchliche Unmut richte sich nicht gegenGeschenke, Lebkuchen und Weihnachtsmärkte. Der Advent solle aber zurrechten Zeit begangen werden.


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