Krenn: Ich brauche keinen Koadjutor

7. Mai 2004 in Österreich


St. Pöltens Bischof wertet Gerüchte über seine Gesundheit als gutes Zeichen - Von Manfred Maurer / NEUES VOLKSBLATT


Gerüchte über neue Gesundheitsprobleme von Bischof Kurt Krenn und das (kirchenrechtlich obligate) Rücktrittsangebot von WeihbischofHeinrich Fasching an dessen 75. Geburtstag am 24. Mai heizen in St. Pöltenauch Personalgerüchte an: Bekommt Krenn statt eines Weihbischofs einenAufpasser (Koadjutor)?
Im Interview mit Manfred Maurer stellt Krenn klar: Ersei nur etwas heiser und Koadjutor brauche er keinen:

VOLKSBLATT: Wie gehtes Ihnen denn?

KRENN: Gut.

VOLKSBLATT: Keine Gesundheitsprobleme?

KRENN: Nein, ich hattesie, aber ich hab sie nicht mehr.

VOLKBLATT: "Die Presse" schreibt, neue Sorgen um Ihre Gesundheit würden Spekulationen über Ihre (Teil-)Ablöse nähren.

KRENN: Wer schreibt so einen Blödsinn?

VOLKSBLATT: In Rom soll es Überlegungen geben, Ihnen einenKoadjutor beizustellen. Brauchen Sie einen?

KRENN: Nein, eigentlich nicht. -

VOLKSBLATT: Spekulationen, dass sie in einem Gesundheitszustand wären, in dem Sie einenKoadjutor bräuchten ...

KRENN: ... entbehren jeder Grundlage. Mein Gott, die Leutemachen sich Sorgen. Das ist ein gutes Zeichen, dass sie mich lieben, obzwarnicht sehr, aber doch.

VOLKSBLATT: Sie waren kürzlich in Rom. Gab es Signale, inwelche Richtung es gehen wird - neuer Weihbischof in St. Pölten oder Koadjutor?

KRENN: Die muss ich setzen. Solange der Weihbischof aktiv ist, werde ich das nicht tun. Dann kann ich um einen neuen Weihbischof bitten. Wenn icheinen Weihbischof will, dann krieg ich einen. Ich bin noch ein bisschen unentschlossen, was ich tun werde. Es entscheidet der Papst, ob der Rücktritt (von Weihbischof Fasching) angenommen wird. Wenn eine Entscheidungda ist, werde ich vielleicht um einen Weihbischof bitten.

Foto: (c) kath.net


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