Bischof von Las Vegas: Kommunionempfang und Unterstützung von Abtreibung vertragen sich nicht

25. Februar 2022 in Prolife


Bischof George Thomas reagiert damit öffentlich auf Aussagen einer Politikerin seiner Diözese. Andere Oberhirten gehen in der Konsequenz noch einen Schritt weiter.


Las Vegas (kath.net/Catholic News Agency/mk) Bischof George Thomas von Las Vegas hat öffentlich alle katholischen Politiker, die der Lehre der Kirche über Abtreibung nicht beipflichten, gebeten, von sich aus nicht zur Heiligen Kommunion zu gehen. Anlass war ein Zeitungsartikel einer Funktionärin der Demokraten, die sich darin für eine bundesweite Festschreibung von Abtreibungsrechten einsetzte. Bischof Thomas entgegnete ihr, dass es keine entbehrlichen Seelen, die man wegwerfen könne, gebe, weil jeder Einzelne nach Gottes Abbild geschaffen sei. Er zitierte auf das von der US-Bischofskonferenz im November herausgegebene Dokument zum Kommunionsempfang, das zur selben Konsequenz wie er kommt, und lud andersdenkende Politiker zu einem privaten Gespräch mit ihm ein.

Die Frage des Kommunionsempfangs solcher Politiker hat besondere Brisanz durch die Wahl Joe Bidens zum US-Präsidenten erlangt. Bischof Thomas meinte dazu, dass er jedenfalls glaube, dass auch Biden von sich aus nicht zur Kommunion gehen solle. Andere Bischöfe gehen noch einen Schritt weiter, wie etwa Thomas Paprocki aus Springfield, Illinois, der seinen Priestern verbot, Unterstützer schädlicher Gesetze über Abtreibung oder Euthanasie zur Kommunion zuzulassen. Konkret nannte Paprocki in den vergangenen Jahren immer wieder einzelne Lokalpolitiker, die wegen ihres Engagements für Abtreibung vor einem Kommunionempfang zuerst Reue und einen Willen zur Wiedergutmachung des angerichteten Schadens zeigen müssten.


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