Kardinal Kasper: Deutsche können stolz sein auf Benedikt XVI.

2. Jänner 2023 in Aktuelles


Emeritierter Kurienkardinal: Benedikt XVI. sei in Deutschland oft missverstanden worden, aber das werde sich im Rückblick ändern - Benedikt sei "besorgt" gewesen wegen der Entwicklung in Deutschland, habe sich aber öffentlich nicht dazu geäußert


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der emeritierte deutsche Kurienkardinal Walter Kasper (89) hat den verstorbenen Ex-Papst Benedikt XVI. als einen "bedeutenden Theologen und bedeutenden Papst" gewürdigt. Benedikt XVI. sei in Deutschland oft missverstanden worden, aber das werde sich im Rückblick ändern, sagte Kasper der Nachrichtenagentur Kathpress (Wochenende) in Rom. "Als Deutsche können wir stolz auf ihn sein", so der langjährige Leiter der Päpstlichen Ökumene-Behörde. Benedikt habe es im Papstamt als seine Aufgabe angesehen, "die Wahrheit zu sagen und den Menschen Orientierung zu geben".

Kasper berichtete, dass er noch vor drei Wochen einen Brief von Benedikt XVI. erhalten habe, in dem dieser ihm für die Zusendung seiner jüngsten wissenschaftlichen Publikation dankte. Der emeritierte Papst sei bis zuletzt geistig hellwach gewesen, so der Kardinal weiter.

Die innerkirchlichen Reformdebatten in Deutschland habe der frühere Papst verfolgt. Benedikt sei "besorgt" gewesen wegen der Entwicklung in Deutschland, habe sich aber öffentlich nicht dazu geäußert, erklärte Kasper.

Mit Blick auf frühere theologische Kontroversen zwischen ihm und dem damaligen Joseph Ratzinger sagte Kasper, die Wege der beiden hätten sich im Laufe von 60 Jahren immer wieder gekreuzt. Dass es dabei Debatten und Kontroversen gegeben habe, gehöre sich für die Theologie und sei normal.

 

 

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Archivfoto Kardinal Kasper (c) kath.net/Petra Lorleberg


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