Henry Kissinger: Deutsche Migrationspolitik war ein 'schweren Fehler'

12. Oktober 2023 in Deutschland


Kissinger zeigt sich schockiert über die Bilder von jubelnden Menschen in Deutschland nach dem Großangriff der Hamas auf Israel "Es war ein schwerer Fehler, so viele Menschen völlig verschiedener Kulturen, Religionen und Überzeugungen hereinzulassen"


Berlin (kath.net)

Der bekannte, ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger hat in einem Interview mit WELT-TV die uneingeschränkte Unterstützung Israels durch Deutschland gefordert, „im Extremfall auch militärisch“.  Kissinger zeigt sich schockiert über  die Bilder von jubelnden Menschen in Deutschland nach dem Großangriff der Hamas auf Israel. Kissinger floh als junger Jude aus Nazi-Deutschland und übt deutlich Kritik an der Einwanderungs-Politik von Merkel und ihrer Nachfolgeregierung. "Es war ein schwerer Fehler, so viele Menschen völlig verschiedener Kulturen, Religionen und Überzeugungen hereinzulassen, weil es Interessengruppen hervorbringt in den Ländern."

Kissinger hat als ehemaliger US-Außenminister vor 50 Jahren geholfen, den Jom-Kippur-Krieg zu beenden. Auch damals wurde Israel überraschend von arabischen Nachbarn überfallen. Der ehemalige US-Politiker erinnert dann daran, dass Israel den Palästinensern mit dem Abzug aus dem Gazastreifen 2005 ihr Land zurückgegeben habe. Dafür gab es aber keinen Frieden "Man kann Leuten keine Zugeständnisse mehr machen, die durch ihre Taten gezeigt haben, dass es keinen Frieden geben wird. Es muss eine Strafe geben.", so Kissinger erwartet auch von der Union eine klare Ansage, dass man Staaten, die in den Krieg eingreifen wollen, klarmache, dass sie dafür einen Preis dafür zahlen würden. Was Israel passiere, könne auch Europa passieren. Sowohl der Krieg gegen die Ukraine als auch der gegen Israel seien ein fundamentaler Angriff auf das internationale System.

 

Foto: (c) Wikipedia /  Von David Shankbone - David Shankbone, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7867026


© 2023 www.kath.net