
14. August 2004 in Aktuelles
"Liebe kranken Brüder und Schwestern, ich möchte euch liebevoll umarmen, einen nach dem anderen, und euch sagen, wie nahe ich euch bin ..." Ein Bericht von Roland Biermeier aus Lourdes.
Lourdes (www.kath.net) Mit großem Jubel wurde Papst Johannes Paul II. Samstagmittag in der Lourdes-Grotte empfangen. Vom Flughafen aus fuhr der Papst mit dem Papamobil in den berühmten Marienwallfahrtsort, wo sich seit Freitag zehntausende Menschen eingefunden hatten.
Bei der Ankunft in der berühmten Grotte von Massabielle, wo 1858 die Marienerscheinungen stattfanden, brach bei den überwiegend jungen Menschen begeisterter Jubel aus. Beeindruckend waren auch die zahlreichen kranken Menschen, die bereits seit den frühen Morgenstunden in den Umkreis der Grotte gebracht wurden. Sie waren jene, an die sich Johannes Paul II. zuallererst wandte.
"Ich bin mit euch, liebe Brüder und Schwestern, als ein Pilger bei der Jungfrau", sagte der Papst in einem Grußwort an die Pilger, das er verlesen ließ. "Ich mache eure Gebete und eure Hoffnungen zu den meinigen. Ich teile mit euch einen Lebensabschnitt, der von physischem Leiden geprägt ist, der aber nicht weniger fruchtbar ist", betonte er.
Er habe stets großes Vertrauen in das Gebet und das Opfer der Leidenden gehabt, sagte Johannes Paul II. "Ich bitte euch, dass ihr euch mir bei dieser Pilgerreise anschließt, um Gott auf die Fürsprache Mariens alle Anliegen der Kirche und der Welt darzubringen." Er schloss mit den berührenden Worten: "Liebe kranken Brüder und Schwestern, ich möchte euch liebevoll umarmen, einen nach dem anderen, und euch sagen, wie nahe ich euch bin und wie solidarisch ich mit euch bin."
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