Bischof Oster sieht durch Synode kirchliche Verfassung in Frage gestellt

1. November 2023 in Deutschland


Der Passauer Bischof glaubt aber nicht, dass der Papst die Lehre der Kirche verändern will


Passau (kath.net)

Der Passauer Bischof Stefan Oster, der an Bischofssynode in Rom teilgenommen hat, sieht in einem Interview mit der PNP (Passauer Neuen Presse) die kirchliche Verfassung in Frage gestellt. Oster erinnerte dazu an das 2. Vatikum, in dem klar steht, dass der Papst zusammen mit den Bischöfen die  höchste Autorität in der Kirche abbilde. Erst darunter sei die Bischofssynode als Beratungsorgan für den Papst eingerichtet.

Oster sieht auch einen deutlichen Unterschied zwischen dem Synodalen Weg in Deutschland und im Vatikan.  Was beim deutschen Weg bisher 'synodal' genannt wurde, ist in jedem Fall nicht das, was Franziskus mit Synodalität meint". Er selbst sehe für Veränderungen bei der kirchlichen Sexualmoral oder auch bei der Zölibats-Frage bei der Weltsynode kein "klares Signal", wie es manche Medien derzeit verkaufen wollten. Laut dem Bischof von Passau gehe es dem Papst nicht darum, die Lehre der Kirche zu verändern, sondern um ein wirkliches Zuhören und um eine "geistliche Reise".

 


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