
16. August 2004 in Aktuelles
Johannes Paul II. war bei seinem Lourdes-Besuch körperlich sehr geschwächt, aber alles sei "normal" verlaufen, sagte Joaquin Navarro-Valls.
Vatikan (www.kath.net / CWNews.com / RV) "Wir müssen uns daran gewöhnen, dass solche Dinge geschehen." Knapp kommentierte Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls den für alle beobachtbaren immer schwächer werdenden Gesundheitszustand von Papst Johannes Paul II. in Lourdes.
Bei der Heiligen Messe am Sonntag musste Johannes Paul II. immer wieder Pausen während der Predigt machen, er rang nach Atem und wirkte sehr erschöpft. In polnischer Sprache bat er um Hilfe, woraufhin ihm ein Glas Wasser gegeben wurde. Bereits zuvor gab es eine Schrecksekunde in der Grotte von Massabielle, als er sich hinknien wollte und ausrutschte.
Der Papst sei "müde" gewesen, aber alles sei "normal" verlaufen, gab Navarro-Valls bekannt, wie Radio Vatikan meldete. Zu Spekulationen führte indes eine Aussage des belgischen Kardinals Godfried Danneels. Johannes Paul II. habe gemeint, er sei am "Ende seiner Pilgerreise" angelangt, was vielleicht auch bedeuten könne, dass er sich von seinem Leben verabschiede, interpretierte Danneels gegenüber "Het Laatstste Nieuws".
Der Sprecher von Kardinal Danneels suchte eine Richtigstellung: Der Kardinal habe keinen bestimmten Zeitraum für den möglichen Tod des Papstes andeuten wollen; er sei sich jedoch sehr bewusst, dass er sich auf das Ende seines Lebens hin bewege.
Papst-Sprecher Navarro-Valls rief zur Nüchternheit auf. Gegenüber Reportern meinte er, man solle nicht zuviel in die Worte des Papstes hinein interpretieren. Als er vom "Ende meiner Pilgerreise" sprach, habe er die Reise von Rom nach Lourdes gemeint.
Foto: KATH.NET
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