
9. Jänner 2026 in Chronik
Sie schreibt ihre Entscheidung in erster Linie den Päpsten Franziskus und Leo XIV. zu. Besonders beeindruckt zeigte sie sich von deren Haltung zur Migration.
Chicago (kath.net/jg)
Die progressive US-Fernsehmoderatorin Rachel Maddow, eine der prominentesten Stimmen der linken Medienlandschaft beim Sender MSNBC, hat überraschend ihre Rückkehr zur katholischen Kirche bekannt gegeben. Nach Jahrzehnten, in denen sie sich nicht mehr als Katholikin betrachtete, schreibt Maddow diese Entscheidung vor allem den Päpsten Franziskus und Leo XIV. zu.
Die Ankündigung erfolgte am Freitagabend bei einer Veranstaltung in Chicago während einer Fragerunde, berichtet die Nachrichtenseite Newsmax. Ein Zuhörer fragte Maddow nach der Haltung des neuen Papstes Leo XIV. – der in Chicago zur Welt kam und aufwuchs – zur Einwanderungspolitik. Maddow antwortete, dass sie nach einer langen Pause nun wieder zur Kirche zurückgekehrt sei. „Nachdem ich mich eine Zeit lang nicht mehr als [Katholikin] betrachtet habe“, sehe sie sich nun „wieder im Glauben“, sagte Maddow.
Besonders beeindruckt zeigte sich die offen lesbische Moderatorin von der kirchlichen Haltung zu Migranten und Einwanderern. Sie lobte das „erneuerte öffentliche Zeugnis“ der Kirche, das sich unter Papst Franziskus und seinem Nachfolger Leo XIV. in Aktivismus gegen harte Einwanderungspolitik in der Region Chicago zeige. Der Übergang von Franziskus zu Leo XIV. wirke auf sie wie von der Vorsehung gewirkt. Mit einem Augenzwinkern bemerkte Maddow, die Papstfolge sei „wie im Labor kultiviert“, um amerikanische Katholiken gegen Grausamkeit zu „radikalisieren“.
Papst Leo XIV., früher Kardinal Robert Prevost, war im Mai 2025 nach dem Tod von Papst Franziskus gewählt worden und ist der erste in den USA geborene Papst. Seine Wahl und seine schnelle Betonung der Fürsorge für Migranten haben weltweit Aufmerksamkeit erregt.
Maddow, die oft als säkulare Ikone der progressiven Linken dargestellt wird, wuchs in einem gläubigen katholischen Elternhaus auf. Ein Portrait in der Zeitschrift The New Yorker aus dem Jahr 2017 beschreibt sie als Person mit einem „religiösen Temperament“, bei der die frühe Prägung „hängen geblieben“ sei – trotz ihrer Karriere, in der sie häufig republikanische Politiker und konservative Strömungen kritisierte.
Maddows Rückkehr zum katholischen Glauben ist kein Einzelfall: Ähnliche Berichte gibt es über andere Medienpersönlichkeiten, wie den ABC-Moderator Gio Benitez, der kürzlich eine erneuerte Annäherung an den Katholizismus beschrieb und eine weltoffenere Atmosphäre in der Kirche hervorhob.
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