Warum Hausfrauen leicht heilig werden können

15. Februar 2026 in Familie


Demütiger Dienst und Einsamkeit: Was schwer ist und wie vergeudete Zeit aussieht, wird in der unsichtbaren Welt zu Gold, meint der Priester Mark Goring.


New York (kath.net / pk) Putzen, Windeln wechseln, kochen, waschen. Mütter, die oft etliche Jahre viele Stunden am Tag mit diesen Dingen beschäftigt sind, fühlen sich oft minderwertig, ungesehen, einsam und nicht wertgeschätzt.

Einen ganz neuen Blick darauf wirft der kanadische Priester Mark Goring in einem aktuellen Video, wo er erzählt, dass er einmal einem Priester zugehört habe, der über Spiritualität sprach und über das Werk der spanischen Mystikerin Teresa von Avila, „Die innere Burg“. Darin entwirft sie das Bild von der Seele als ein Schloss mit sieben Wohnungen, von denen jede ein Schritt auf die Vereinigung mit Gott hin ist.

Jemand fragte den Priester: „Pater, haben Sie Menschen getroffen, die diese Höhen der Heiligkeit und Kontemplation erreicht haben? Und wenn ja, wo würden Sie sie finden?“, erzählt Goring in einem Video. Der Priester antwortete: „Ja – es ist selten. Aber viele Hausfrauen haben diese Höhen der Heiligkeit und des Gebets erreicht.“

Diese Bemerkung habe alle schockiert, erzählt Goring und formuliert fünf Beobachtungen, um diese Behauptung zu untermauern. Erstens lebten viele Frauen, die eine Zeitlang mit ihren Kindern zuhause sind, in Stille und Einsamkeit. „Sie verbringen vielleicht den größten Teil ihres Tages in Stille und Einsamkeit, was die ideale Umgebung ist, um in Heiligkeit zu wachsen.“

Zweitens sei ihr Alltag voll mit gesunden, menschliche Aktivitäten. Er spreche oft davon, „wie wichtig es ist, beschäftigt zu sein“, meint Goring: „Holz hacken, Feuer machen, kochen, arbeiten, etwas bauen…“ Eine Hausfrau verbringe ihren Tag mit Putzen, Kochen und Wäschewaschen, „also mit Dingen, die dem geistlichen Leben förderlich sind, um die Gegenwart Gottes einzuüben“.

Drittens folge eine Hausfrau meistens Routinen und habe einen Rhythmus in ihrem Tag. „Wir wissen aus dem Klosterleben, dass ein Rhythmus sehr hilfreich ist, um den eigenen spirituellen Disziplinen treu zu bleiben und auch, um voranzukommen, um zu wachsen“, meint Goring. Viertens ist der „demütige Dienst“ ein weiterer Grund, warum Hausfrauen leicht in der Heiligkeit wachsen können. „Eine Hausfrau dient immer: Sie putzt, wechselt vielleicht Windeln, bereitet Mahlzeiten zu, flickt Kleidung oder was auch immer – sie dient demütig.“

Fünftens üben viele Mütter täglich ein, das Evangelium ganz praktisch umsetzen, indem sie ihre Kinder nach christlichen Maßstäben erziehen. „Sie sagen: ‚Hey, sei nett. Vergib deinem kleinen Bruder. Vergiss nicht, zu beten...“ - „Unterschätzen Sie nicht das Wunder eines einfachen Lebens“, appelliert Goring, sich nicht den Kategorien dieser Welt zu unterwerfen.


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