
20. März 2026 in Jugend
Laut Binkert glauben junge Menschen in Deutschland derzeit „überdurchschnittlich häufig“ an Gott
Erfurt (kath.net) Entgegen dem allgemeinen Trend schwindender Kirchenmitglieder beobachtet der bekannte deutsche Meinungsforscher Hermann Binkert ein wachsendes Interesse junger Erwachsener an religiösen Fragen. Der Gründer des Instituts „Insa Consulere“ sieht darin eine gezielte Suche nach Orientierung in unsicheren Zeiten.
Laut Binkert glauben junge Menschen in Deutschland derzeit „überdurchschnittlich häufig“ an Gott. In einem Interview mit der Kirchenzeitung „Glaube+Heimat“ betonte er, dass Spiritualität für die junge Generation zunehmend eine Rolle als Anker für Werte und Halt spiele. Das Christentum könne hier die notwendigen Antworten liefern, nach denen viele suchen.
Gleichzeitig richtet der Experte einen deutlichen Appell an die christlichen Institutionen: Er fordert mehr Selbstbewusstsein bei der Verkündigung des Evangeliums. „Wer nicht von sich selbst überzeugt ist, überzeugt auch andere nicht“, so Binkerts Analyse.
Die Kirchen dürften sich nicht in tagespolitischen Kleinkriegen – den sogenannten „vorletzten Fragen“ – verlieren. Stattdessen müssten sie wieder den Mut finden, klare Antworten auf die „letzten Fragen“ des Lebens, der Existenz und des Glaubens zu geben. Binkert zeigt sich persönlich überzeugt: „Man kann für seine Kinder nicht viel mehr Gutes tun, als ihnen Christus nahezubringen.“
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