
1. April 2026 in Deutschland
In einem scharf formulierten Kommentar kritisierte Alexander Kissler die Neigung deutscher Oberhirten, sich ungefragt und oft ohne fachliche Tiefe in tagespolitische Detailfragen einzumischen
Berlin (kath.net/gem/rn)
"Für jeden Unsinn ein Bischof". Mit klarer Kritik hat der bekannte katholische Journalist Alexander Kissler auf X. Aussagen des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße zur Migrationspolitik kritisiert. Auslöser der Kontroverse war eine Äußerung des Erzbischofs in Richtung der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz. Dieser sprach diese Woche davon, dass 80 % der Syrer in den nächsten Jahren wieder nach Syrien zurückreisen könnten. Heße behauptete, dass Syrier in Deutschland „dringend gebraucht“ würden – eine Aussage, die er vor allem vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und der demografischen Entwicklung traf.
Der Publizist Alexander Kissler ließ nicht lange mit einer Reaktion auf sich warten. In einem scharf formulierten Kommentar kritisierte er die Neigung deutscher Oberhirten, sich ungefragt und oft ohne fachliche Tiefe in tagespolitische Detailfragen einzumischen.
Kritiker werfen Erzbischof Heße vor, die komplexen Probleme der Integration und die Sicherheitsbedenken der Bevölkerung auszuklammern und stattdessen eine rein utilitaristische Sichtweise einzunehmen, die Menschen primär als Wirtschaftsfaktoren betrachtet.
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