
11. April 2026 in Spirituelles
24 Stunden Gebetsmarathon für verfolgte Christen in Paris.
Paris (kath.net/gem/rn)
In der französischen Hauptstadt setzen Gläubige an diesem Wochenende ein kraftvolles Zeichen der Solidarität. In der zentral gelegenen Kirche Saint-Roch finden vom 10. bis zum 11. April 2026 ununterbrochen Messfeiern statt. Ziel der Aktion unter dem Motto „Un seul Corps, une seule Foi“ (Ein Leib, ein Glaube) ist es, das Bewusstsein für die weltweit zunehmende Christenverfolgung zu schärfen und die betroffenen Gemeinschaften im Gebet zu unterstützen.
In einer beeindruckenden Demonstration kirchlicher Einheit werden in der Kirche Saint-Honoré (Saint-Roch) 24 Stunden lang Messen in verschiedensten Riten gefeiert. Das Programm spiegelt die ganze Vielfalt der katholischen Weltkirche wider: Neben dem ordentlichen und dem außerordentlichen lateinischen Ritus (Tridentinische Messe) sind zahlreiche Ostkirchen vertreten, darunter armenische, chaldäische, syrische, maronitische, melkitische und koptische Katholiken.
„Die Einheit der Kirche bleibt gewahrt. Dies zeugt von unserem großen Reichtum“, erklärt Pétronille de Lestrade für France Catholique. Die Initiative wird von verschiedenen Gemeinschaften getragen – von der haitianischen und hispanischen Gemeinde über die Ritter von Kolumbus bis hin zur Künstlerseelsorge. Abbé Thierry Laurent, Pfarrer von Saint-Roch, öffnete für dieses außergewöhnliche Ereignis die Pforten seiner geschichtsträchtigen Kirche im ersten Arrondissement.
Eröffnet wurde der Marathon am Freitagabend um 19:30 Uhr durch Abbé Laurent Chauvin. Den feierlichen Abschluss bildet am Samstagabend die Vorabendmesse zum Sonntag, die von Mgr. Dominique Catta, dem Generalvikar der Diözese Paris, zelebriert wird.
Franck Baugin, einer der Organisatoren, betonte gegenüber Medien, dass das Projekt eine Antwort auf die Ohnmacht vieler Gläubiger angesichts der Nachrichten über Martyrien weltweit sei: „Wir können vielleicht nicht physisch eingreifen, aber wir können gemeinsam beten.“ Parallel zu den Messen besteht während der gesamten 24 Stunden die Möglichkeit zur Beichte und zum persönlichen Gespräch.
Fotto: Archiv (C) Stift Heiligenkreuz
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