
21. April 2026 in Chronik
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte die Tat eines IDF-Soldaten im Südlibanon scharf und kündigte strafrechtliche Konsequenzen an
Jerusalem (kath.net/gem/rn) Ein im Internet kursierendes Bild einer religiösen Schändung hat im Nahen Osten und darüber hinaus für Entsetzen gesorgt und die israelische Staatsführung zu einer ungewöhnlich scharfen Reaktion veranlasst. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte die Tat eines IDF-Soldaten im Südlibanon scharf und kündigte strafrechtliche Konsequenzen an.
Auslöser der Empörung ist ein Foto, das einen israelischen Soldaten zeigt, der mit einem großen Hammer auf den Kopf einer Jesus-Figur einschlägt. Die katholische Ikone war offenbar zuvor bereits von einem Kreuz im Süden des Libanon heruntergerissen worden. Das Bild verbreitete sich in den sozialen Netzwerken in Windeseile und löste insbesondere in christlichen Kreisen und bei internationalen Beobachtern Wut und Bestürzung aus.
In einer offiziellen Stellungnahme auf dem Onlinedienst X (ehemals Twitter) reagierte Ministerpräsident Netanjahu am Wochenende persönlich auf den Vorfall. „Ich war fassungslos und traurig, als ich erfuhr, dass ein IDF-Soldat eine katholische Ikone im Südlibanon beschädigt hat“, schrieb der Regierungschef.
Netanjahu bemühte sich sichtlich um Schadensbegrenzung und stellte klar, dass ein solches Verhalten nicht mit den Werten der israelischen Armee (IDF) vereinbar sei. Militärermittler hätten bereits eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet. Er kündigte an, dass man „dementsprechend harte Maßnahmen gegen den Täter ergreifen“ werde
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