Papst gegen ungeregelte Migration

23. April 2026 in Aktuelles


Ein Staat habe das Recht, an seinen Grenzen Regeln festzulegen, so Leo XIV. bei "Fliegender Pressekonferenz"


Rom (kath.net/KAP/red) Papst Leo XIV. hat sich gegen unkontrollierte Migration und gleichzeitig für die Respektierung von Migranten ausgesprochen. Ein Staat habe das Recht, an seinen Grenzen Regeln festzulegen, sagte das Kirchenoberhaupt am Donnerstag auf Journalistenfragen beim Rückflug vom zentralafrikanischen Äquatorialguinea nach Rom. Ungeregelte Einwanderung, die manchmal zu noch ungerechteren Situationen am Aufnahmeort als im Herkunftsland führten, befürworte er nicht. Dennoch müssten ankommende Migranten menschlich behandelt werden, "anstatt sie oft schlechter zu behandeln als Tiere", mahnte Leo XIV. bei seiner sogenannten "Fliegenden Pressekonferenz". Selbst bei erschöpften Aufnahmekapazitäten eines Landes verdiene jeder Ankommende Respekt und Achtung seiner Würde. Seine elftägige Afrika-Reise hatte den Papst nach Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea geführt. Man müsse sich fragen, wie der Globale Norden den Globalen Süden unterstützen kann. Hier gehe es um Länder, in denen junge Menschen heute keine Zukunft fänden, sagte Leo XIV. Zugleich kritisierte er, dass der Ressourcenreichtum von Ländern oft ausgebeutet werde und Reiche in anderen Ländern noch reicher mache. "Auf globaler Ebene müssen wir an der Förderung von mehr Gerechtigkeit und Gleichheit arbeiten", forderte der Papst.

 

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