'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'

10. Mai 2026 in Chronik


Raymond Arroyo, der bekannte katholische US-Journalist von EWTN und Fox News, hat Kritik daran geübt, dass nun auch Papst Leo XIV. regelmäßig Reporterfragen beantwortet.


Rom (kath.net)

Raymond Arroyo, der bekannte katholische US-Journalist von EWTN und Fox News, hat Kritik daran geübt, dass nun auch Papst Leo XIV. regelmäßig Reporterfragen beantwortet. Auf X schrieb Arroyo: „Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen. Es ermöglicht den Medien, den Ton anzugeben und die Zeugen zu lenken. Die meisten Vorgänger von Leo machten die Nachrichten – sie reagierten nicht darauf.“ In diesem Szenario werde der Papst bloß als ein weiterer „Sprechkopf“ dargestellt, was sein Amt mindere. „Die Medien lenken den Hund, und der Papst spielt mit – er wird in ‚Nicht-Kontroversen-Kontroversen‘ hineingezogen.“

Auch am vergangenen Dienstag hatte sich der Papst nach der Rückkehr von Castel Gandolfo erneut den Fragen von Berichterstattern gestellt. Dabei wurden die üblichen Themen wie Donald Trump, der Iran und die Lehre vom gerechten Krieg angesprochen. Leo XIV. erklärte dazu: „Selbstverteidigung wurde von der Kirche traditionell immer erlaubt. Heute über einen ‚gerechten Krieg‘ zu sprechen, ist ein sehr komplexes Problem. Seit dem Eintritt in das nukleare Zeitalter muss das gesamte Konzept von ‚Krieg‘ neu bewertet werden.“


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