Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht

16. Mai 2026 in Weltkirche


Generalsekretariat der Synode: Die einzelnen Arbeitsgruppen agieren „autonom“, die Texte trügen nicht einmal das Logo des Generalsekretariates, nur das Logo des synodalen Prozesses


Vatikan (kath.net) Das Generalsekretariat der vatikanischen Weltsynode stellte klar, dass sich seine Rolle „ausschließlich auf die Übersetzung von Zusammenfassungen, die redaktionelle Bearbeitung der Berichte sowie deren Veröffentlichung und Verbreitung“ beschränkt habe; dabei wurde betont, dass die einzelnen Arbeitsgruppen „autonom“ agierten. Das berichtete die (lehramtstreute) Katholische polnische Nachrichtenagentur KAI anhand einer Darstellung der spanischsprachigen katholischen Internetzeitung „Religión confidental“. Es geht um den hochumstrittenen Abschlusstext der Arbeitsgruppe 9. 

Die Nachrichtenagentur KAI schildert, dass das Generalsekretariat auch hervorgehoben habe, dass die veröffentlichten Texte nicht einmal das offizielle Logo des Generalsekretariats tragen, sondern lediglich das Logo des [vatikanischen] synodalen Prozesses. KAI wertet dies als „offensichtlichen Versuch, die institutionelle Bedeutung der verbreiteten Inhalte herabzustufen. Diese Erklärung spiegelt die Unruhe wider, die durch einen Bericht ausgelöst wurde, der in vielen kirchlichen Kreisen als erneuter Versuch interpretiert wurde, die katholische Morallehre zur Homosexualität auf indirektem Wege zu untergraben.“

Nach Darstellung von KAI sei der Kernpunkt der Kontroverse ein Anhang, der dem Dokument beigefügt sei. Dieser Anhang enthalte die Zeugnisse zweier Männer – eines US-Amerikaners und eines Portugiesen – enthielt, die sich selbst als „Katholiken“ bezeichneten, welche derzeit in zivilrechtlichen Ehen mit gleichgeschlechtlichen Partnern leben, dabei sei der Vorwurf erhoben worden, dass das katholische Apostolat „Courage“ angeblich „reperative Therapien“ für Menschen mit gleichgeschlechtlicher Anziehung fördere. Seitens des Apostolates „Courage“ ist dem inzwischen energisch widersprochen worden.

Dyrektor Courage ostro skrytykował niektóre fragmenty raportu, które sugerują, że problem moralny nie leży w samym związku homoseksualnym, lecz w „braku wiary w Boga, który pragnie naszego spełnienia”. ?https://t.co/ClmnXTRICA

— Opoka (@opokapl) May 15, 2026

Archivfoto: Weltbischofssynode (c) Vatican Media


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