
18. Mai 2026 in Deutschland
Augsburger Theologe Johannes Hartl schließt sich einer Kritik von Volker Beck (Grüne) am „katholischen“ Wort zum Sonntag anlässlich des Würzburger Katholikentags und des ESC an.
Würzburg (kath.net/pl) „Was war das für ein sinnentleertes Wort zum Sonntag? Wenn Kirche so beliebig ist, hat sie halt auch niemanden etwas zu sagen. Ich auch für Pace Frieden, Mir und Schalom.“ Das schreibt der frühere Bundestagsabgeordnete und zeitweise hochrangige aber nicht unumstrittene Grünenpolitiker Volker Beck auf X in Reaktion auf das „Wort zum Sonntag“, das Johanna Vering, Pastoralreferentin aus Münster, für die ARD eingesprochen hatte.
„So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“, kommentiert der bekannte Augsburger Theologe Johannes Hartl daraufhin auf X.
Das „Wort zum Sonntag“ der Münsteraner Pastoralreferentin kreist ausschließlich um das Thema „Frieden“. Sie lobt Dialogbereitschaft, sofern man dabei sogenannte „populistische“ Gedankengänge aus dem Dialog auslädt. Immerhin gehe es beim Katholikentag in Würzburg, so erläutert die Sprecherin, „um Themen wie Vielfalt und Diversität, … um reflektierte politische Meinungsbildung statt Populismus“. Der Beitrag gipfelt in der Aussage: „… aber es war etwas passiert. Einen kurzen Moment lang waren wir verbunden durch die Musik und vereint im Wunsch nach Frieden. Das ist es. Das ist für mich die Botschaft von Katholikentag und ESC.“ Worte aus dem Themenkreis „Jesus Christus“, „Gott“, „Glaube“, „Bibel“ werden nicht erwähnt.
Das Wort zum Sonntag wird inhaltlich und konzeptionell von der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland verantwortet. Ausrichtung, Themenwahl sowie Auswahl der Sprecher steht in der Hand der jeweiligen Rundfunkbeauftragten dieser beiden Konfessionen.
So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen. https://t.co/GxQwpZpat4
— Johannes Hartl (@DrJohannesHartl) May 17, 2026
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