"Ihr könnt die Geschichte verändern. Tut es mit Liebe!"

7. Juni 2026 in Jugend


Wortlaut des Dialogs von Papst Leo XIV. mit Jugendlichen in Madrid bei der Gebetsvigil auf der Plaza de Lima am ersten Tag seines Spanienbesuchs


Madrid (kath.net/KAP) Vor 600.000 Jugendlichen auf der Plaza de Lima hat Papst Leo XIV. am Samstagabend bei einer Gebetsvigil in Madrid zu Menschlichkeit, Wahrhaftigkeit und christlichem Engagement aufgerufen. Er beantwortete Fragen Jugendlicher zu seinem persönlichen Glaubensweg, zu prägenden Heiligen, zu seinen Jahren in Peru sowie zur Rolle junger Christen in einer von sozialen Medien, Polarisierung und Gesellschaftswandel geprägten Welt. Dabei warb er für die Suche nach Stille, die Orientierung an der Wahrheit und einen Glauben, der sich in konkreter Nächstenliebe und gesellschaftlicher Verantwortung bewährt. Kathpress dokumentiert den Wortlaut der Fragen und der teils verlesenen, in vielen Teilen frei gehaltenen Antworten des Papstes in einer Übersetzung aus dem Spanischen von Kathpress und Vatican News.

(1) Eure Heiligkeit, danke, dass Sie bei uns sind und dass wir diesen Moment des Dialogs mit den Teenagern und Jugendlichen von Madrid erleben dürfen. Ich heiße Marina und komme aus der Pfarre Jesus y Maria in Madrid. Vor diesem Moment haben wir uns in den verschiedenen Gemeinden gefragt, welche Fragen wir Ihnen stellen wollen. Die ersten Fragen sind etwas persönlicher, damit wir Sie besser kennenlernen können. Die erste betrifft Ihre Vorbilder aus der Zeit Ihrer Jugend? Wir wissen, dass der heilige Augustinus für Sie wichtig ist. Aber welche anderen Heiligen haben Ihnen auf Ihrem Weg des Glaubens und in Ihrem Wachstum als Christ geholfen?

(2) Ich heiße María Jesús, bin Migrantin aus Peru und lebe seit drei Jahren hier in Spanien. Hier habe ich eine zweite Heimat gefunden. Ich möchte Sie nach Ihren Jahren als Missionar in Peru fragen. Welche Erinnerungen oder Erfahrungen bewahren Sie besonders aus dieser Zeit?

Papst Leo XIV.: Also, zunächst einmal grüße ich euch alle herzlich. Danke, dass ihr hier seid, und danke, dass ihr den Glauben mit ganz Madrid und ganz Spanien teilt. Nun zur ersten Frage bezüglich einiger Heiliger, die für mich während meiner Kindheit, meiner Jugend, aber auch als Bischof und als Papst Vorbilder waren. Ich habe bereits den heiligen Augustinus erwähnt, und wir alle wissen, dass der heilige Augustinus eine sehr wichtige Persönlichkeit für die gesamte Kirche ist, aber ich habe auch an einen der Väter der Ostkirche gedacht, den heiligen Johannes Chrysostomos.

Sein Name bedeutet "Goldmund"- ein Titel, den sich dieser Kirchenvater aufgrund seines Redetalents verdient hat. Vor seiner Taufe im Jahr 368 n. Chr. studierte er Philosophie. Danach widmete er sich gemeinsam mit anderen jungen Männern aus Antiochia, seiner Heimatstadt, der Auslegung der Heiligen Schrift. Nach einer Zeit als Einsiedler stellte er sich als Priester und später als Bischof in den Dienst der Kirche.

Und an dieser Stelle möchte ich euch allen sagen: Habt niemals Angst davor, über eine Berufung zum Priesteramt, zum Ordensleben oder zu anderen Diensten in der Kirche nachzudenken! Denn Johannes Chrysostomos, der diese Liebe zum Wort Gottes in seinem Herzen trug, gab - nachdem er Priester und Bischof geworden war - ein großartiges Zeugnis, vor allem durch die Beständigkeit seines Lebens. Wenn er predigte, dann deshalb, weil er diese Botschaft lebte. Mich persönlich haben seine Reden, Homilien und Schriften sehr beeindruckt, die die Liebe zur Wahrheit und auch die Rechtschaffenheit seines Lebens vereinen; aber er hatte auch viel Mut, er hatte keine Angst, vor dem Kaiser zu sprechen und Dinge zu sagen, die der Gerechtigkeit dienten und nicht nur dazu, dem anderen zu gefallen. Er war ein Mann, der zu seinem Wort stand.

Ein weiterer Heiliger, an den ich gedacht habe, ist Thomas von Villanova, auch ein Augustiner, der dazu berufen war, ein Hirte der Kirche zu werden. Er war Spanier. Er studierte an der Universität von Alcalá und erwarb sich durch seine Weisheit die Wertschätzung von Kaiser Karl V. Anschließend wurde er zum Bischof von Valencia ernannt und nahm eine intensive Reform der Kirche, vor allem des Klerus, in Angriff und ermahnte seine Mitbrüder zu Ausdauer im Gebet, in der Keuschheit und im Gehorsam. Seine glühende Nächstenliebe - er ist bis heute als "Bischof der Armen" bekannt -, diese Nächstenliebe hat mich in Zeiten der Prüfung ermutigt und in meinem Dienst.

Ein weiterer Weggefährte ist der heilige Toribio de Mogrovejo, ebenfalls ein Spanier. Im 16. Jahrhundert war er Missionar in Peru, wo er sich mit großem Eifer der Evangelisierung der Indigenen widmete und die Sprachen der lokalen Völker studierte. Der heilige Toribio verband ein intensives Gebetsleben mit dem Einsatz für Gerechtigkeit, insbesondere angesichts der Missstände und der Verdorbenheit seiner Zeit. Deshalb ist er für mich ein Vorbild des Einsatzes für die Menschen, besonders die Ärmsten, im Namen Christi.

Als ich das Leben dieser Heiligen betrachtete, sagte ich mir wie der heilige Augustinus: Wenn sie dazu fähig waren, warum sollte ich es dann nicht sein? (vgl. Bekenntnisse, VIII, 27). Eine Frage, die ich auch an euch alle richten möchte und euch einladen, Vorbilder für ein gutes Leben zu wählen, die sowohl für euch als auch für andere attraktiv sind.

Also, was meine Jahre in Peru als Missionar und dann als Bischof betrifft, so erinnere ich mich vor allem an das Glaubenszeugnis der Menschen, die zwar von vielen Schwierigkeiten gezeichnet, aber voller Hoffnung waren. Gerade die Begegnung mit den Nöten und Freuden des Volkes hat mich auf dem Weg der Nachfolge Jesu wachsen lassen. Während ich das Evangelium verkündete, wurde auch ich selbst durch das Evangelium verwandelt, verwandelt durch das Leben und den Glauben dieser Völker, die oft materiell sehr arm, aber reich an Glauben waren; und durch diese Erfahrung, diesen Glauben an das Wort des Herrn, habe ich gesehen, wie das Wort Gottes Konflikt in Frieden verwandeln kann, wie es eine Quelle der Versöhnung, des Friedens und der Gerechtigkeit sein kann.

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(3) Heiliger Vater, danke für die persönlichen Erfahrungen, die Sie mit uns geteilt haben. Ich bin Miriam aus der Pfarre Santa Teresa de Jesus in Madrid. Ich bin Freiwillige der Jugenddelegation von Madrid. Ich spreche wohl für viele Jugendliche, wenn ich sage, dass wir Ihrem Besuch mit großer Vorfreude entgegengesehen haben. Nun möchten wir Ihnen einige tiefergehende Fragen stellen. Das Thema dieses Besuchs lautet: "Hebt eure Augen". Wir wissen, dass der Herr uns einlädt, die Augen zu erheben und aufs offene Meer hinauszufahren. Doch oft hindern uns Zweifel oder Angst daran, sodass wir uns fragen: Was will Gott von uns? Deshalb möchten wir Sie fragen: Was betrachten Sie als hilfreich, um die Stimme Gottes unter den vielen anderen Stimmen erkennen zu können?

(4) Ich bin Mano aus der Pfarre Nuestra Señora del Buen Suceso in Madrid. Heiliger Vater, Sie wissen, dass es viele Jugendliche gibt, die nach Gott dürsten. Andere würden gerne glauben, und wieder andere wollen von Gott nichts hören. Oft wissen wir nicht, wie wir ihnen helfen können. Wie können wir, die wir ebenfalls auf der Suche sind, andere auf ihrem Weg begleiten und ihnen helfen, die Schönheit des Glaubens zu entdecken?

Papst Leo XIV.: Nun, zunächst können wir ein wenig darüber sprechen, wie man diese Stimme Gottes hört und wie man erkennt, ob es wirklich Gott ist, der spricht, oder etwas anderes - eine andere Verlockung, eine andere Schwierigkeit.

Um die Stimme Gottes zu erkennen, kann uns vor allem die Stille helfen- ich glaube, es ist sehr wichtig, dass jeder von uns versucht, die Fähigkeit zu entwickeln, in Stille zu sein. Oft tragen wir Kopfhörer, hören Musik oder lassen uns ablenken, aber wir wissen nicht, wie man in Stille verharrt, und ich glaube, dass Gott gerade in dieser Erfahrung der Stille zu uns sprechen kann oder dass wir in Stille die Stimme Gottes erkennen können.

Wenn wir die Stille suchen, entscheiden wir, was wir nicht hören wollen und von welchen Geräuschen wir uns nicht ablenken lassen. Wenn wir uns vom Lärm tausender Stimmen befreien, erkennen wir, dass manche unsere Wünsche in die Irre führen, andere uns für sich gewinnen, ohne uns zu nähren, und wieder andere ihre eigenen Interessen vertreten. In der Stille begreifen wir, dass Ideologien vergehen, während die Wahrheit bleibt.

Und an dieser Stelle möchte ich auch betonen, wie wichtig es ist, nach der Wahrheit zu suchen, denn viele Stimmen und viele Dinge in den sozialen Netzwerken täuschen uns und erzählen uns Lügen. Sucht immer nach der Wahrheit. Und Gott ist die Wahrheit; und wenn etwas von Gott wegführt, ist es keine Wahrheit. Vergesst das nicht.

Zweitens: Habt die Gewissheit, dass Gott deine, eure Stimme gut kennt: Er hört euch und wird euch antworten. Habt keine Angst, eure Meinung zu sagen, das, was ihr im Herzen fühlt. In einem Psalm heißt es: "Sollte der nicht hören, der das Ohr gepflanzt hat?" (Ps 94,9). Unsere innere Rede wird zu Gebet, Lobpreis und Bitte, wenn wir sie dem Einzigen anvertrauen, der sie hören kann. Das Gebet ist eine freie Stimme, gerade weil sie nicht spricht, um uns zu rechtfertigen, um zu beweisen, dass wir fähig sind, oder um uns wichtig erscheinen zu lassen. Wenn wir selbst zum Gebet werden, antwortet uns der Herr mit seinem Wort, das für uns Mensch geworden ist, und bekräftigt somit, dass er uns von ganzem Herzen liebt.

Um die Stimme Gottes zu erkennen, ist es drittens notwendig, das Wort zu hören. Das Wort Gottes ist lebendig, denn es ist Christus, dessen Stimme weiterhin in der Kirche erklingt, die sein Leib ist. Es erfüllt die gesamte Heilige Schrift, dieses alte und neue Testament, das den Menschen als Heilsverheißung gegeben wurde.  Auch die eucharistische Anbetung, die wir heute Abend gemeinsam halten, ist genau der richtige Ort, um zu schweigen, das Herz zu befreien und vor dem Herrn "wir selbst zu sein", im Dialog mit ihm, so dass seine Liebe, die zur Nahrung für die ganze Menschheit geworden ist, zum Ausdruck kommen kann.

Liebe junge Menschen, wenn ihr andere dabei begleitet, die Schönheit unseres Glaubens zu entdecken, denkt außerdem daran: Keiner von uns wurde als Meister geboren, und vor dem Herrn sind wir alle Jünger. Teilt also euren geistlichen Weg miteinander und bezeugt ihn durch einen konsequenten Lebensstil: Der Wille, Jesus nachzufolgen, wird euch beständig erneuern, vor allem in Momenten der Erschöpfung.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erkennen, dass niemand allein ist, wenn er an Jesus glaubt. Seht nur, wie viele von euch hier sind! Und so können wir alle gemeinsam - in der Gemeinschaft, in den Jugendgruppen, in der Familie - erfahren, worin die Schönheit unseres Glaubens besteht. Denn wenn ihr euren spirituellen Weg miteinander teilt, wird euch der Wille, Jesus nachzufolgen, immer wieder neu beleben. Er geht in unserem Tempo und erleuchtet unseren Weg. Folgt dem Beispiel des Meisters: Dazu lade ich euch ein, als Hirten, Erzieher und Freunde. Wenn ihr mit Liebe betet, werden die Jugendlichen die Bedeutung des Gebets schätzen lernen. Wenn ihr im Glauben brennt, werdet ihr sein lebendiges Feuer weitergeben.

Sucht alle in euren Herzen nach diesem Feuer der Liebe Gottes! Denn dort ist die Gegenwart Jesu, und die Nähe Jesu spüren wir sogar in den Momenten, in denen wir straucheln, denn Jesus verlässt uns nicht. Auch wenn wir zu einer ausgestreckten Hand, zu einer brüderlichen Umarmung werden, wenn wir nach Gelegenheiten suchen, anderen zu dienen, Werke der Nächstenliebe zu vollbringen, nach Wegen suchen, das Leben des anderen mit seinen Wunden, in seiner Traurigkeit, in seinen Schwierigkeiten zu berühren. Dort wird der Glaube an Jesus Christus lebendig, und dort wird Jesus uns helfen, einander auf dem Weg zu stützen.

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(5) Guten Abend, Heiliger Vater. Mein Name ist María. Ich bin Studentin und lebe meinen Glauben in der Christlichen Arbeiterjugend. Wir Jugendlichen sind fasziniert, aber zugleich auch herausgefordert von den rasanten Entwicklungen unserer Gesellschaft, etwa von den Fortschritten im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Zugleich sind viele von uns um ihre Zukunft besorgt - angesichts von Herausforderungen wie dem Zugang zum Arbeitsmarkt, der Möglichkeit eines Lebens in Würde oder auch der zunehmenden Polarisierung in unserem Umfeld. Deshalb möchten wir Sie fragen: Wie können wir jungen Christen uns in dieser Gesellschaft engagieren?

(6) Ich bin Fernando. Ich habe vor Kurzem geheiratet und bin Katechist in einer Pfarre im Süden Madrids. Viele Jugendliche wünschen sich, echte Mitarbeiter Gottes zu sein und ihre Berufung konkret zu leben. Unsere letzte Frage richtet den Blick nach vorne: Welchen konkreten Auftrag erteilen Sie uns jungen Menschen in der Kirche?

Papst Leo XIV.: Nun, herzlichen Glückwunsch zu deiner Hochzeit, Fernando! Hier habe ich auch andere Paare gesehen, die heiraten werden. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute! Denn wenn ich zuvor gesagt habe: "Habt keine Angst davor, über eine Berufung nachzudenken", dann ist auch die Ehe eine Berufung. Habt keine Angst vor der Ehe und davor, eine Familie zu gründen!

Im Laufe der jahrhundertelangen Geschichte der Kirche haben wir Christen in allen Arten von Gesellschaften gelebt und den Wandel der Kulturen erfahren, an denen wir teilhatten und zu deren Gestaltung wir beigetragen haben. Ein alter Text, der Brief an Diognet, vermittelt uns diesbezüglich eine schöne Erkenntnis: "Was im Leibe die Seele ist, das sind in der Welt die Christen" (VI). Das ist unsere Lebensweise: Die Jünger Jesu sind immer Zeitgenossen, aber niemals Gefangene der Zeit, die vergeht. Wir sind frei in Christus! Und er hat uns durch seine Liebe befreit. Dank dieser Liebe sind wir immer frei von jeglichem Zwang und jeder Täuschung. Wir sind frei von Moden, denn wir sind Jünger der Wahrheit; wir sind offen für die Zukunft, denn wir wissen, dass uns nicht der Tod erwartet. Im Gegenteil, der Sinn der Geschichte gipfelt in der ewigen Lebensgemeinschaft, die Gott für alle bereitet. Aus dieser Perspektive seid vor allem ihr jungen Menschen aufgerufen, der Gesellschaft eine neue Richtung zu geben, indem ihr zu Protagonisten des Wandels werdet, ausgehend von euren alltäglichen Beziehungen, von dem, was ihr in der Familie, an der Universität und bei der Arbeit erlebt. Wenn ich euch, liebe junge Menschen, erfüllt von dieser aus dem Glauben kommenden Begeisterung sehe, denke ich mit Freude an eure Fähigkeit, Christus in der Welt, auch in der digitalen, zu bezeugen, um die Werte und die Schönheit des Evangeliums zu vermitteln (vgl. Christus vivit, 105; Grußwort zur Heilig-Jahr-Feier der digitalen Missionare, 29. Juli 2025).

Ich lade euch daher alle ein, gemeinsam das Salz der Erde und das Licht der Welt zu sein (vgl. Mt 5,13). Um so zu leben, ist es vor allem notwendig, die heutige Gesellschaft gut zu verstehen und weise zu leben, um sie dann als Zeugen des Evangeliums zu verwandeln. Der junge Christ nämlich ist heiter sowohl in der Freude als auch in der Prüfung und verleiht der Wirklichkeit Geschmack, weil er sie als jemand erlebt, der sich in seinem Innern am Leben erfreut, ohne darauf zu warten, dass Reichtum, Vergnügungen oder Macht ihm diesen Geschmack schenken. Das ist unsere Freiheit, die ihre Quelle im Glauben hat und die der ganzen Gesellschaft, jeder menschlichen Erfahrung Licht und guten Geschmack verleihen kann. Wenn das Leben hingegen keinen Geschmack hat, ist es, als wäre es uns weggenommen worden: Wir empfinden es nicht mehr als unser eigenes. Angesichts der Leere von Gleichgültigkeit und Konformismus, angesichts der Gewalt von Krieg und Lüge, seid ihr selbst der Funke einer neuen Menschheit.

Und nun möchte ich euch allen einen Auftrag anvertrauen: Seid Menschen! Ja, seid Menschen! Männer und Frauen aus Fleisch und Blut. Nicht Fassaden, sondern vertrauenswürdige Gesichter. Menschen, die nach Gerechtigkeit streben, weil sie danach hungern wie nach dem täglichen Brot. Menschen, die ein ehrliches und aufrichtiges Leben führen wollen, weil sie anderen gerne das tun, was sie sich von anderen wünschen. Seid Menschen wie Christus, der vollkommene Mensch, der Auferstandene, der mit uns ist zu allen Zeiten der Geschichte. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, schaut auf die Apostel, auf die ersten Christen, die in einem heidnischen Umfeld lebten. Folgt ihrem Beispiel und seid Missionare des Evangeliums angesichts der materiellen und geistigen Armut unserer Zeit, in dem vollen Bewusstsein, dass unser Glaube eine Lebensweise ist, die sich in der Liebe verwirklicht (vgl. Gal 5,6). Sie, liebe junge Menschen, ist die Tugend, die die Geschichte mehr als jede andere verändert. Ihr könnt die Geschichte verändern. Tut es mit Liebe. Vielen Dank.

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