Gallup Umfrage: Mehr Amerikaner sehen Abtreibungen als moralisch nicht akzeptabel

13. Juni 2026 in Prolife


Die moralische Akzeptanz von Abtreibungen liegt damit unter der Akzeptanz vieler anderer Verhaltensweisen wie Verhütung, Scheidung, Sex zwischen Unverheirateten oder gleichgeschlechtlichen Beziehungen.


Washington D.C. (kath.net/LifeNews/jg)
Laut einer aktuellen Umfrage des Gallup-Instituts ist der Anteil der Amerikaner, die Abtreibungen als „moralisch akzeptabel“ betrachten, gesunken. Die Akzeptanz ist von einem Höchstwert von 54 Prozent im Jahr 2024 auf 49 Prozent im aktuellen Jahr zurückgegangen. Gleichzeitig geben 41 Prozent der Befragten an, dass Abtreibung moralisch falsch sei.

Die Ergebnisse stammen aus der jährlichen „Values and Beliefs“-Umfrage (dt. „Werte und Überzeugungen“) von Gallup, die vom 1. bis 17. Mai 2026 durchgeführt wurde. Seit 2001 stellt das Institut regelmäßig dieselben Fragen zu einer Reihe von Verhaltensweisen, darunter Themen aus den Bereichen Sexualität, Ehe und medizinische Ethik.

Die moralische Akzeptanz von Abtreibungen liegt damit unter der Akzeptanz vieler anderer Verhaltensweisen wie Verhütung (83 Prozent), Scheidung (74 Prozent), Sex zwischen Unverheirateten (65 Prozent) oder gleichgeschlechtlichen Beziehungen (62 Prozent). Sie bleibt jedoch höher als die Akzeptanz von Sex unter Jugendlichen (35 Prozent) oder dem Klonen von Tieren (27 Prozent).

Die Gallup-Umfragen zeigen insgesamt einen langfristigen Trend zu größerer Akzeptanz vieler dieser Verhaltensweisen über zwei Jahrzehnte hinweg. In den letzten Jahren habe sich dieser Trend jedoch abgeflacht oder sei teilweise rückläufig. Auch die Akzeptanz von Verhütung, Glücksspiel und dem Klonen von Tieren erreichte 2026 Tiefststände.

Die Einstellungen zur Abtreibung bleiben stark parteipolitisch geprägt. Während nur 18 Prozent der Republikaner Abtreibung für moralisch akzeptabel halten, sind 73 Prozent der Demokraten dieser Ansicht.

Die Umfrageergebnisse erscheinen mehrere Jahre nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs im Fall „Dobbs v. Jackson Women’s Health Organization“ (2022), welches die bundesweite Regelung der Abtreibung aufhob und den Bundesstaaten mehr Gestaltungsspielraum gab. Laut dem Bericht von LifeNews hat sich die anfängliche Aufregung über dieses Urteil mit der Zeit gelegt. Immer mehr Amerikaner hätten erkannt, dass Abtreibungsverbote legitime Behandlungen nicht verhindern und der Gesundheit von Frauen nicht schaden.

 


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