
16. Juni 2026 in Deutschland
Der Sender hatte vor einigen Tagen im Zusammenhang mit den Unruhen in Nordirland nach einem Mord-Versuch durch einen Migranten falsche Behauptungen über Musk verbreitet.
Mainz/Washington (kath.net) Elon Musk, der CEO von Tesla und SpaceX, hat rechtliche Maßnahmen gegen den öffentlich-rechtlichen Sender ZDF angekündigt. Hintergrund ist eine umstrittene Berichterstattung über die Ausschreitungen in Nordirland, in der Musk vorgeworfen wurde, zu einer „Jagd auf Migranten“ aufgerufen zu haben. In der Sendung „ZDF heute live“ vom 12. Juni leitete die Moderatorin die Berichterstattung mit den Worten ein: „Ein brutaler Mordversuch auf offener Straße in Belfast. [...] Ein rassistischer Mob macht daraufhin Jagd auf Migranten. Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist und Tech-Milliardär Elon Musk.“
Musk reagierte am Montagabend auf X mit deutlichen Worten: „Rechtsmaßnahmen werden gegen das ZDF wegen ihrer skandalösen Lügen ergriffen.“ Er teilte damit einen Beitrag des ehemaligen „Bild“-Chefredakteurs Julian Reichelt. In der Sendung wurde ein Tweet Musks vom 9. Juni gezeigt, in dem er schrieb: „Nur durch WIDERSTAND IMMER WIEDER und LAUT wird es irgendwelche Veränderungen geben!!“ und dabei einen Beitrag des britischen Aktivisten Tommy Robinson teilte. Direkte Belege, dass Musk explizit zu Gewalt oder einer „Jagd auf Migranten“ aufgerufen habe, wurden jedoch nicht präsentiert.
Auf Nachfrage von „Nius“ räumte ein ZDF-Sprecher ein, die Formulierung in der Moderation sei „unpräzise und dadurch missverständlich“ gewesen. Die Einleitung sollte die „Gemengelage“ der eskalierten Proteste pointiert zusammenfassen. Die Berichterstattung steht im Kontext von gewalttätigen Ausschreitungen in Belfast nach einem Messerangriff durch einen Migranten. Ob Musk bereits eine Klage eingereicht hat oder welche konkreten juristischen Schritte geplant sind, blieb zunächst offen. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sorgfaltspflicht öffentlich-rechtlicher Sender auf.
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