Bischof Würtz ist offen für Frauenordination

11. Juli 2026 in Deutschland


Der neue Bischof von Eichstätt stimmte beim Synodalen Weg für die Dokumente, in denen eine ‚lehramtliche Neubewertung der Homosexualität‘ und eine ‚Beteiligung der Frauen in der sakramentalen Repräsentation‘ gefordert wurde.


Vatikan/Eichstätt (kath.net/jg)
Papst Leo XIV. hat Christian Würtz vor wenigen Tagen zum neuen Bischof von Eichstätt ernannt. (Siehe Link) Der bisherige Weihbischof von Freiburg hatte sich während des Synodalen Wegs der katholischen Kirche in Deutschland für eine Neubewertung des Frauenpriestertums und der kirchlichen Lehre zur Homosexualität ausgesprochen, berichtet der Catholic Herald.

Würtz stimmte während des Synodalen Wegs für die Dokumente „Lehramtliche Neubewertung der Homosexualität“ sowie „Frauen in Ämtern und Diensten der Kirche“. Im letzteren Dokument heißt es, es gehe darum, Frauen „in der Verkündigung, in der sakramentalen Repräsentation Christi und im Aufbau der Kirche angemessen zu beteiligen“. Zudem solle geprüft werden, ob die Lehre des päpstlichen Schreibens Ordinatio Sacerdotalis die Kirche unfehlbar bindet.

Der Synodale Weg war von Dezember 2019 bis März 2023 ein kontroverser Prozess der deutschen Kirche, der weitgehend unabhängig vom weltweiten Prozess, der im Rahmen der Synode über die Synodalität verlief. Er löste internationale Kritik aus, weil er Änderungen an der katholischen Lehre zu Ehe und Priestertum nicht ausschloss. 

Papst Franziskus äußerte 2023 seine Sorge, dass Teile der deutschen Ortskirche sich vom gemeinsamen Weg der Weltkirche entfernten. Bereits 2019 hatte der Sekretär des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, Bischof Juan Ignacio Arrieta Ochoa, klargestellt, dass einzelne Landeskirchen die universale Lehre und Disziplin der Kirche nicht ändern können.


© Foto Bischof Würtz: Bistum Eichstätt

 


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