
21. Juli 2026 in Jugend
Junge Menschen erlebten Tage mit Liturgie, Diskussionen, Musik und Begegnung - Abt betont hinsichtlich der aktuellen Diskussion über Leihmutterschaft, hier werde "die Menschenwürde verletzt und ein Kind als Ware gehandelt"
Linz (kath.net/KAP) Mehr als 500 junge Menschen haben sich beim heurigen Jugendtreffen im Stift Kremsmünster mit Fragen des Lebens, dem Glauben und Gemeinschaft auseinandergesetzt. Höhepunkt des Zusammentreffens war der Abschlussgottesdienst mit Abt Bernhard Eckerstorfer am vergangenen Sonntag. In Anspielung auf das Gleichnis Jesu über den Weizen und das Unkraut (Mt 13,24-30) rief er die Jugendlichen dazu auf, sich nicht ausschließlich auf Negatives zu konzentrieren. "Wer sich verbissen und humorlos auf das Unkraut konzentriert, zertrampelt die Pflänzchen, die schön werden könnten und Früchte bringen."
Es liege eine große Freiheit in der von Jesus vorgelebten Haltung, andere nicht ständig beurteilen und verurteilen zu müssen. Diese Freiheit führe zu Empathie und Gelassenheit. Gleichzeitig betonte der Abt, dass dies nicht bedeute, keine Grenzen zu ziehen, etwa in Bezug auf die aktuelle Diskussion über Leihmutterschaft, "in der die Menschenwürde verletzt und ein Kind als Ware gehandelt wird", sowie im Umgang mit der Piusbruderschaft, die sich vom Papst losgesagt habe.
Ernste Themen wurden mit einem aufgelockerten Programm ergänzt: "Anliegen des Treffens ist es, in diesen Tagen den Jugendlichen eine echte Begegnung mit Gott in lässiger Atmosphäre und guter Gemeinschaft zu ermöglichen, die Spuren hinterlässt", sagte Rupert Santner, Pfarrer in Faistenau und Teil des ehrenamtlichen Teams, über das Treffen der jungen Menschen zwischen 14 und 30 Jahren. Dazu zählten Lobpreis und Gebet ebenso wie Sport, Tanz, Theater und Musik.
Buntes Programm mit Ordensakzenten
Das Programm umfasste zudem Workshops zu Themen wie "Glaube und Wissenschaft" mit P. Anselm Demattio OSB, "Mental Health" mit Josef Hiebaum oder "Kirche als No1 Global Player der Nächstenliebe" mit Anne Fleck von Missio. Außerdem gab es Talks in Form von "Don Rupi will's wissen", etwa mit Ordensschwestern über ihre Berufung oder mit Ferdinand Trauttmansdorff über seine Tätigkeit als Diplomat und Christ, bei denen Jugendliche Fragen stellen und direkt Antworten bekommen konnten.
Auch kreative Angebote waren Teil des Treffens. Die Jugendlichen führten etwa ein selbst geschriebenes Theaterstück mit dem Titel "Cor Exultans" über das Leben der heiligen Cecilia, einer frühchristlichen Märtyrerin, auf. Beim "Abend der Freude" zeigten auch Ordensleute ihre musikalischen und künstlerischen Fähigkeiten. Eine Besonderheit waren die gemeinsame Vesper mit den Benediktinern des Stiftes Kremsmünster sowie die Laudes am Sonntag, bei denen die Jugendlichen Einblicke in die benediktinische Lebensweise erhielten.
Insgesamt waren mehr als 24 Ordensgemeinschaften vertreten. Liturgische Feiern bestimmten den Tagesablauf; in einem eigenen Zelt gab es zudem die Möglichkeit zum stillen Gebet und zur Anbetung.
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