
4. August 2026 in Deutschland
Die Leiterin der Frauenkommission des Erzbistums München und Freising predigte gemeinsam mit Weihbischof Wolfgang Bischof. Der Vatikan hat erst im Juni festgestellt, dass die Laienpredigt nicht erlaubt ist.
München (kath.net/jg)
In der Kirche St. Michael in München wurde am 22. Juli das Magdalenenfest zu Ehren der heiligen Maria Magdalena gefeiert. Im Rahmen der Festmesse hielt Weihbischof Wolfgang Bischof gemeinsam mit Theresia Reischl, Leiterin der Frauenkommission im Erzbistum München und Freising, eine Dialogpredigt. Mehr als 400 Frauen aus dem Erzbistum versammelten sich nach Angaben des Erzbistums in der Kirche, viele von ihnen in Rot gekleidet, berichtet CNA.
Während der Messe führte eine ganz in Rot gekleidete Tänzerin einen „meditativen Tanz“ zu den drei göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe vor. Währenddessen flogen drei rote Luftballons im Kirchenschiff herum. Michael Haynes, Vatikanberichterstatter des britischen Catholic Herald, veröffentlichte ein kurzes Video des Tanzes auf X.
Der Vatikan hat erst im Juni auf Anfrage der Bischöfe in Deutschland unmissverständlich festgestellt, dass die Laienpredigt nicht erlaubt ist. „Die Reservierung der Homilie für den geweihten Amtsträger im Rahmen der Eucharistiefeier [ergibt] sich aus dem sakramentalen und liturgischen Charakter des Aktes selbst… sowie aus der besonderen Verantwortung, die durch die Heilige Weihe für die Verkündigung des Wortes in der heiligen Liturgie übertragen wurde. Aus diesem Grund kann von der in ca. 767 § 1 festgelegten Norm kein Dispens durch Indult erteilt werden“, schrieb Arthur Kardinal Roche, der Präfekt des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung an Bischof Heiner Wilmer SCJ, den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). (Siehe Link)
Das Magdalenenfest wurde von Irmgard Huber, Leiterin der Frauenseelsorge im Erzbistum München und Freising, angeregt. Es ist der Höhepunkt des Magdalenenjahres, welches das Erzbistum laut eigenen Angaben anlässlich des zehnten Jahrestages der „Gleichstellung von Maria Magdalena mit den Aposteln durch Papst Franziskus“ ausgerufen hat. Maria Magdalena sei „über Jahrhunderte mit anderen Frauen der Evangelien vermischt und vor allem als große Sünderin dargestellt worden“, merkt das Erzbistum auf seiner Internetseite an.
„Es wird Zeit, dass Maria Magdalena ins rechte Licht gerückt wird, wenn doch Jesus selbst damals eine eigenständige Frau an den Anfang der nachösterlichen Glaubensgemeinschaft stellte. Die ganzen Diskussionen hinsichtlich der Frage nach kirchlichen Ämtern für Frauen wären überflüssig, würde man die herausragende Rolle von Maria Magdalena endlich anerkennen“, sagte Huber.
Bei der Gleichstellung handelt es sich ausschließlich um eine liturgische. Der Gedenktag der heiligen Maria Magdalena wurde 2016 in den Rang eines Festes erhoben, ebenso wie die Gedenktage der Apostel liturgisch als Fest gefeiert werden. (Siehe Link)
MUNICH: A woman gave a “dialogue sermon” with Auxiliary Bishop Wolfgang Bischof this week
— Michael Haynes ?? (@MLJHaynes) July 24, 2026
Appears to contradict Vatican's June ban on lay preaching
A liturgical dance also featured as part of the Mass for the feast of St Mary Magdalene
Full details on @CatholicHerald pic.twitter.com/DZ7mZheLSC
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