'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'

20. August 2026 in Deutschland


Ulf Poschardt, einer der bekanntesten Journalisten Deutschlands, lobt bei BEN {ungeskriptet}“ als Protestant die katholische Messe und möchte diese in Zukunft öfters besuchen - "Dann werden wir diese Kirchen verteidigen müssen..."


Köln (kath.net)
Er gilt als einer der wichtigsten Journalisten Deutschlands: Ulf Poschardt. Diese Woche war der Protestant und ehemalige Herausgeber der „Welt“ zu Gast beim Kult-Podcast „{ungeskriptet}“ von Ben.

Zu Beginn erzählt Poschardt viele Anekdoten über seine Journalistenzunft, die „arroganteste Berufsgruppe“ Deutschlands. Auch das Thema Covid und das Versagen von Regierung und Medien waren ein großer Themenbereich. Nach etwas über zwei Stunden erzählt der Journalist dann von einer interessanten Begegnung vom vergangenen Wochenende in München bei einer Unternehmensberatungssitzung. Poschardt, der bei den Jesuiten Philosophie studiert hatte, war zu Gast bei einer katholischen Veranstaltung in München und hat dort als Protestant die Heilige Messe besucht. Er bekannte sich dazu, dass er sich schon zuvor darauf gefreut hatte, in die Kirche zu gehen: „Die Kirche war so wunderschön. Der Pater hatte eine fantastische Predigt gehalten.“ Poschardt zeigte sich fasziniert von der „Würde der katholischen Liturgie“. Auch seien die Menschen so „würdevoll“ angezogen gewesen. „Die Kantorei war unglaublich schön. Dann gab es Kammermusik.“ Der Journalist war darüber „so tief berührt“.

Poschardt betonte dann, dass wir in Europa für unsere christlich-jüdische Identität kämpfen müssen: „Wofür soll ich denn kämpfen? Für die Schönheit und Würde dessen, wie die Patres sich vor dem Altar verneigen, vor dem Kreuz. Diese vornehme, unaufgeregte Schönheit.“ Der Journalist erzählte dann, dass er vorhabe, öfter in einen katholischen Gottesdienst zu gehen: „Da freue ich mich richtig darauf.“

Poschardt erzählte, dass er für die Messe sehr dankbar war und extra einen Anzug dafür angezogen habe: „Wenn ich in die Kirche gehe, dann habe ich Anzug und Krawatte an, auch um Respekt zu zeigen. Das ist auch etwas, was wir verloren haben. Ich finde, das schuldet man einer Kirche und einer Kirchengemeinde. Das ist ja ein Gotteshaus und Gottesdienst. Es ist eine Form von Respekt.“ Ben fragte dann nach, ob man das der Kirche oder einem Gott schulde. Poschardt erklärte dann unter Bezug auf die Bibel, dass es eben in der Gemeinde einen „direkten Draht“ gebe und er „unter uns“ sei. „Was ich am Katholizismus schon immer toll fand, ist diese hedonistische Sinnlichkeit und das weniger Strenge“, erzählte Poschardt abschließend und bezeugte, dass es sich richtig angefühlt habe, der Besuch der Hl. Messe.

„Spiritualität ist auch ein Erfolgsgeheimnis für Resilienz“, erzählte Poschardt dann weiter. Besonders spannend ist dann eine Aussage des Journalisten: „Wenn Du irgendwann Dich mal fragst, wofür wir in Europa kämpfen müssen: Dann werden wir diese Kirchen verteidigen müssen.“ Der „Welt“-Journalist erklärte dann klar, dass er beim Besuch der Kirche auch an „bürgerkriegsähnliche Zustände“ denken musste, wenn wir nicht aufpassen mit einer „islamistischen Integration“. Poschardt erinnerte daran, dass derzeit weltweit zahlreiche Christen umgebracht werden: „In Afrika brennen in einem Land nach dem anderen Kirchen.“

Kritik übte Poschardt allerdings am Auftreten der Kirchen in Deutschland. Die protestantische Kirche war die letzten 40 Jahre eine „Freakshow aus Woke-Shit-Hausen“. „Ein evangelischer Kirchentag war durch nichts von einem grünen Parteitag zu unterscheiden.“ „Dieser ganze radikale unchristliche Weltanschauungs-Zinnober ist etwas, was die Kirchen leer gespült hat.“

TIPP - Ulf Poschardt bei BEN:  https://www.youtube.com/watch?v=gqjuv8eKsCU&t=8785s

Foto: (c) BEN {ungeskriptet}“ 


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