
1. September 2026 in Deutschland
Die einzige Möglichkeit zur eucharistischen Anbetung rund um die Uhr steht in öffentlicher Kritik. Anrainer fühlen sich durch das Kommen und Gehen der Gläubigen vor allem in der Nacht gestört.
Mainz (kath.net/jg)
Die ständige eucharistische Anbetung in der Pfarrkirche St. Achatius in Mainz ist unter den Druck der Öffentlichkeit geraten, nachdem die auflagenstarke Mainzer Allgemeine Zeitung Beschwerden von Anrainern aufgegriffen hat. Mittlerweile scheint sich aber eine Einigung abzuzeichnen.
Die ständige Anbetung hat vor sieben Jahren begonnen und konnte bis jetzt ununterbrochen fortgeführt werden. Sie wird von der Initiative „Eucharistische Anbetung 24/7“ mit ungefähr 180 Personen getragen. Hinzu kommen regelmäßig Gläubige, die sich kurzfristig für ein Gebet vor dem Allerheiligsten entscheiden.
Die Anbetung war zunächst in der Kapelle der Zentrale der Caritas des Bistums in Mainz-Bretzenheim untergebracht. Vor etwa zwei Jahren musste die Anbetung übersiedeln, da die Caritas die Kapelle selbst benötigte. Seither findet die Anbetung in einem Nebenraum der Sakristei der Pfarrkirche St. Achatius statt. Es handelt sich dabei um die einzige Möglichkeit zur eucharistischen Anbetung rund um die Uhr in Mainz.
Die Kritik der Anrainer richtet sich vor allem gegen das Kommen und Gehen der Beter in der Nacht. Sie fühlen sich durch den Lärm beim Schließen von Autotüren, bei der An- und Abfahrt von Autos und das Licht der Scheinwerfer gestört. Probleme gab es auch durch das Parken auf dem zur Kirche gehörenden Gelände.
Nach Gesprächen mit den beteiligten Gruppen gibt es ein neues Reglement, das die Zufahrt auf das Kirchengelände in der Nacht untersagt. Die Kirche soll nur mehr über den Haupteingang betreten werden. Die Beleuchtung in der Umgebung soll ebenfalls begutachtet und angepasst werden. Die neuen Regeln sollen zunächst sechs Monate lang beobachtet werden. Dann soll eine abschließende Bewertung erfolgen.
Foto: Symbolbild
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