Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen

3. September 2026 in Familie


Der nun vorgelegte Entwurf für einen geänderten Kodex des Gesundheitsrechts enthält stattdessen Begriffe wie ‚schwangere Person‘ oder ‚Person nach der Geburt‘. Kritiker sprechen von einem ‚Triumpf der Ideologie über die Biologie‘.


Harrisburg (kath.net/LifeNews/jg)
Die Regierung des US-Bundesstaates Pennsylvania hat laut einem Bericht des Daily Wire eine Überarbeitung des staatlichen Gesundheitskodex vorgelegt, in dem Begriffe wie „schwangere Frau“ und „Mutter“ durch geschlechtsneutrale Formulierungen ersetzt sind.

In dem 502 Seiten umfassenden Entwurf, der am 8. August 2026 vorgelegt wurde, heißt es statt „schwangere Frau“ und „Mutter eines Neugeborenen“ nun durchgängig „schwangere Person“ oder “Person nachdem sie geboren hat“. Die Änderungen betreffen unter anderem Regelungen zur Syphilis-Untersuchung während der Schwangerschaft und nach der Geburt.

Kritiker sehen darin den Versuch, die biologische Realität zugunsten einer ideologischen Sprache zu verdrängen. Die republikanische Abgeordnete Michele Brooks erklärte gegenüber dem Daily Wire: „Irgendwie hat es das Gesundheitsministerium für nötig gehalten, mitten in Hunderten Seiten neuer Regierungsmandate Wörter wie ‚schwangere Frau‘ und ‚Mutter‘ zu tilgen und durch Begriffe wie ‚schwangere Person‘ zu ersetzen.“ Randall Wenger, Chefjurist des Independence Law Center, sprach von einem „Triumph der Ideologie über die Biologie“. Die Sprachänderung verschleiere die Realität und lösche weibliche Identität als stabile Kategorie zugunsten eines fluiden Geschlechtskonzepts.

Die Sprachänderungen stehen im Zusammenhang mit einer umfassenderen Reform des Gesundheitskodex. Das Gesundheitsministerium von Pennsylvania soll erweiterte Befugnisse im Bereich der Seuchenbekämpfung erhalten – darunter die Möglichkeit, ohne richterlichen Beschluss Wohnungen und Schulen zu betreten, auf vertrauliche Krankenakten zuzugreifen und landesweite Maskenpflichten an Schulen anzuordnen. Da das Ministerium dem Gouverneursbüro untersteht, würden diese Kompetenzen Josh Shapiro und seinen Nachfolgern zufallen.

Shapiro hat sich öffentlich als Unterstützer von Trans-Identitäten positioniert. Bei einer LGBT-Veranstaltung im Juli 2024 erklärte er: „Ich möchte besonders zu unseren Trans-Kindern sagen: Ich sehe euch und ich liebe euch.“ Er hat sich gerichtlich gegen Verbote von Pubertätsblockern, gegengeschlechtlichen Hormonen und „geschlechtsändernden“ Operationen bei Minderjährigen engagiert und 2023 eine Beratungskommission für LGBTQ-Angelegenheiten eingerichtet.

 


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