
11. September 2026 in Aktuelles
14-jährige Schülerinnen einer benachbarten Gesamtschule hörten das Gebrüll und informierten ihre Eltern, diese riefen die Polizei.
Forbach (kath.net) Ein mit einem Messer bewaffneter Mann betrat am 8.9.2026 die katholische Kirche Sankt Remigius in Forbach im französischen Lothringen außerhalb der Gottesdienstzeiten. Er fragte nach einem Priester und rief zwischendurch derart laut „Allahu Akbar“ [arabisch für ‚Gott ist größer‘], dass mehrere 14-jährige Schülerinnen einer benachbarten Gesamtschule dies hörten und ihre Eltern informierten. Die Eltern wiederum informierten die Polizei, wie die zuständige Staatsanwaltschaft von Sarreguemines mitteilte. Polizisten nahmen den Mann daraufhin fest unter dem Verdacht der Terrorverherrlichung, des Waffenbesitzes und des Drogenkonsums. Der Mann leistete keine Widerstand.
Die 6 km entfernte Wohnung seiner Mutter, die auch der Wohnsitz des Verdächtigen ist, wurde daraufhin durchsucht, sein Handy und sein Laptop sollen ausgelesen werden. Außerdem soll das religiöse Umfeld sowie das psychiatrische Profil des Verdächtigen näher angeschaut werden. Der Festgenommene war bisher nicht erkennungsdienstlich auffällig geworden.
Der Bürgermeister von Forbach, Alexandre Cassaro, lobt auf Twitter den Mut und die Klarheit der Teenager-Mädchen und die schnelle Reaktion der Polizei. Er drückt seine volle Unterstützung für den Priester und die katholische Pfarrei aus.
Das Ganze ereignete sich nur gut zwei Wochen vor dem großen Frankreichbesuch von Papst Leo XIV. Eine der Stationen der Papstreise, Metz, liegt nur knappe 60 Kilometer von Forbach entfernt.
Bild: Symbolbild
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