
16. September 2026 in Weltkirche
Macron wollte einen Staatsbesuch, der Papst eine rein apostolische Reise
Vatikan/Paris (kath.net) Wie die französische Tageszeitung "La Croix" berichtet, wurde der Wunsch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, den Papst für einige Minuten nach Notre-Dame zu begleiten, vom Heiligen Stuhl nicht berücksichtigt. Dieser Vorfall offenbart demnach tieferliegende Differenzen, die bereits die Vorbereitungen geprägt hatten: Während sich der Élysée-Palast beziehungsweise Paris das Ganze eher im Rahmen eines offiziellen Staatsbesuchs vorstellte, legte Rom Wert darauf, die Reise als rein apostolische Reise verstanden zu wissen. Der protokollarische Korb verdeutlicht einmal mehr das bisweilen spannungsreiche Verhältnis zwischen der französischen Staatsführung und dem Vatikan.
Der "La Croix"-Artikel erwähnt auch Spekulationen, wonach die Ablehnung der Führung durch Notre-Dame-Führung ein Zeichen der Missbilligung gegenüber Macron sei - allerdings werden diese Spekulationen von "La Croix" als nicht gesichert dargestellt. Immerhin hatte Kardinal Jean-Marc Aveline, der Vorsitzende der französischen Bischofskonferenz, neulich erwähnt, dass Leo XIV. bei ihrem Treffen am 10. April 2026 Macron gegenüber seine Überzeugungen zum Sterbehilfe-Gesetz geäußert habe – aber „ohne die Gewissheit, gehört worden zu sein“.
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